Nachrichten

Stellungnahme anlässlich der Debatte um den Nationalpark in Yaguas

Wir haben auf unserer Website die Stimmen unserer indigenen Kollegen zu der Frage veröffentlicht, ob in Yaguas ein Nationalpark oder eine Kombination aus Reserva Comunal und Nationalpark-Kern eingerichtet wird. Ein Thema, zu dem die Meinungen weit auseinander gehen. Während die einen keinen Konflikt ausmachen können, teilen sich die Meinungen der indigenen Gemeinschaften, die konsultiert wurden und es werden gegenseitig schwere Vorwürfe erhoben.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine der involvierten Parteien zu gewaltsamen Aktivitäten aufgerufen haben und zuversichtlich sind, dass eine Lösung gefunden wird, die die verfassungsmäßigen und internationalen Rechte indigener Gemeinschaften wahrt und sozialen Frieden garantiert. Dies widerspricht nicht dem Ziel, den Wald, das Wasser und die Tierwelt zu schützen.

Wir werden über die Entwicklungen und diversen Meinungen weiterhin informieren.

Elke Falley-Rothkopf aus dem Vorstand von INFOE

Nationalpark vs Kommunalreserve in Yaguas

Jorge Pérez Rubio, Präsident der indigenen Organisation ORPIO, informiert die Weltgemeinschaft über die Sorgen von verschiedenen Gemeinden (Álamo, Primavera, Santa Rosa de Cauchillo y Huapapa an der Grenze zum Putumayo) um die Pläne der peruanischen Regierung, einen Nationalpark in Yaguas (Loreto) einzurichten. Ein Nationalpark in diesen Territorien hätte ein negatives Effekt, denn er würde gegen die Rechte der Indigene stoßen. Diese Völker reklamieren eine "Reserva Comunal" (Kommunalreserve), die ihnen eine direkte Teilnahme am Umweltschutz gewährleisten würde.


Hier können Sie die Verkündigung von Pérez Rubio lesen (auf Spanisch)...


Außerdem finden Sie hier die Stellungnahme von der COICA zu diesem "Kategoriesierungsprozess" (Nationalpark vs Kommunalreserve) in Yaguas...

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Unklare Lage der Shuar-Territorien

Chronik eines unangekündigten Einmarsches

Am 26. Januar hatte sich eine Gruppe junger Journalisten auf den Weg in die Gemeinde Nankints gemacht. Ein vierstündiger Fußmarsch führte sie durch den Amazonas-Wald. Das Ziel der Journalisten war, aufzudecken, worüber Regierung, Medien und offizielle Quellen nicht berichten. Sie wollten in Erfahrung bringen, was in der ecuadorianischen Provinz Morona de Santiago passiert.

Als erstes erreichten sie das Shuar-zentrum Tsumtsuim Tsuim. Dort fanden sie Spuren der „gewaltsamen militärischen Räumung wegen des Bergbauprojektes Panantza San Carlos“, schreibt Dennis De la Cruz, einer der Journalisten. Die indigenen Bewohner waren vertrieben worden und ihre Häuser dienten Polizisten und Soldaten als Stützpunkte. „Es schien, als ob ein Orkan in jedem Haushalt gewütet und alles durchwühlt und die Wertsachen mitgenommen hätte“, so De la Cruz.

Die Gruppe trennte sich, für den Fall, dass die Polizei auftauchte. Ein Teil kehrte mit den gemachten Aufnahmen nach Gualaquiza zurück. Der Rest der Gruppe, bestehend aus drei Frauen und zwei Männern, marschierte 90 Minuten lang weiter bis in die Gemeinde San Carlos de Limón. Das Dorf wirkte wie eine Geisterstadt, in einem verlassenen Haus spielten einige Polizisten Karten. Die unerwarteten Besucher wurden festgenommen und mussten sich mehrmals vor verschiedenen Polizisten ausweisen. Immer wieder wurden sie und ihre Dokumente fotografiert. Nachdem sie verhört worden waren, wurden sie von Agenten der GIR (Grupo de Intervención y Rescate) nach San Juan Bosco eskortiert. Erneut mussten sie sich ausweisen, fotografieren und durchsuchen lassen. Nach unzähligen Kontrollen wurden sie freigelassen.

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