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Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie

 
Wanderung durch das Naturschutzgebiet Wahner Heide in Begleitung eines Mapuche Vertreters

Quer durch Heide, Mythen und Traditionen

Ohne indigene Völker und biologische Vielfalt kein Klimaschutz!

Dem Iroquois National Team wird die Teilnahme an der Lacrosse WM 2010 in GB verweigert

Erdöl-Gelder
Auf Schweizer Konten
Zur Erinnerung: Ende 2000 hatte infoe CH gemeinsam mit diversen Schweizer NG0s und der Organisation der Ogoni MOSOP in Zürich gefordert, einen Teil der gesperrten Fluchtgelder des früheren Diktators Abacha, die auf Schweizer Konten lagern, für Wiederaufräumarbeiten und eine gute Trinlwasserversorgung zu verwenden. Danach blieb es lange Zeit ruhig, uns wurde vom Schweizer Bundesamt für Justiz (BJ) versichert, dass es noch sehr lange dauern werde, bis an eine Auszahlung der Gelder in Nigeria zu denken sei. Wir würden rechtzeitig informiert. Im Februar 2002 wurde publik, dass weitere 60 Mio. US$ auf Konten in der Schweiz gesperrt seien und dass sich die eingefrorene Summe auf etwa 600 Millionen US$ belaufe.

Am 17. April 2002 berichteten die Medien, aufgrund eines "einzigartigen Vergleichs" in Nigeria sollten nun über eine Milliarde US$ Abacha-Gelder weltweit via die Schweizer Bank für Internationalen Zahlungsausgleich nach Nigeria transferiert werden. Infoe wurde über dieses Vorgehen nie informiert und reagierte mit einer Allianz von Schweizer NG0s mit einem Pressekommunique, in dem die übereilte Rückzahlung kritisiert wurde. In einem Gespräch mit Verantwortlichen des BJ erfuhren wir, dass auch das BJ von diesem Vergleich überrumpelt worden sei. Es würde aber noch einige Zeit dauern, bis das Geld transferiert werden könne. Die NGO-A1lianz pochte auf ihr Informationsrecht und die Anliegen der Ogoni. Infoe wies vor allem auch darauf hin, dass sich das Image des Finanzplatzes Schweiz massiv verbessern ließe, wenn eine kreative Lösung für das Problem gefunden werde. Die Schweiz solle hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Das BJ versprach, unser Anliegen ernst zu nehmen.

Mittlerweile hat sich der Sturm etwas gelegt: Die Vereinbarung ist im Herbst 2002 geplatzt, und die Gelder liegen immer noch auf Schweizer Konten. lnfoe hofft, dass die NGO-Allianz über weitere Schritte rechtzeitig informiert wird. Gewinner bei dem Spiel, bei dem auch dem zuständigen Genfer Richter Daniel Dumatheray Untätigkeit vorzuwerfen ist, sind die Schweizer Banken, die an den Zinsen viel verdienen und den Verlust durch die ihnen von der Schweizer Bankenaufsicht auferlegte Buße bereits nach kurzer Zeit wieder wettgemacht haben. Das hochverschuldete Nigeria aber kostet die Verzögerung rund 85 Millionen US$ pro Jahr. TH.