“Der Begriff ‘biologische Vielfalt’ existiert nicht in der Sprache oder dem Verständnis meines Volkes. Wenn ich den Begriff in meine Sprache übersetzen müsste, würde ich sagen, es ist alles in dieser Welt, unten im Meer und Dinge, die wir berühren können. Gleichzeitig ist es mehr als das – mehr als Dinge, die wir berühren können oder die lebendig sind. Die Luft, das Wasser und die Sonne gehören auch dazu. Wenn ein Wesen oder Teil der biologischen Vielfalt gestört wird oder nicht in angemessener Weise gehalten wird, führt dies zu einem Ungleichgewicht, das sich auf alle anderen Dinge auswirkt.“
(Patrick Segundad, Kadazan, Malaysia. In: Cultural and Spiritual Values of Biodiversity, UNEP 1999)
Infoe will mit seiner Bildungsarbeit zum Thema „Indigene Völker und biologische Vielfalt“ auf die Zusammenhänge zwischen unserem Leben und Handeln, dem Verlust der biologischen Vielfalt und der Missachtung der Rechte indigener Völker aufmerksam machen. Dabei geht es uns nicht nur darum zu zeigen, welche Folgen unsere energiehungrige Lebensweise für indigene Völker, ihre Kulturen, ihre Länder und biologischen Ressourcen hat. Wir möchten insbesondere aufzeigen, welche bedeutende Rolle indigene Völker als Partner mit wichtigen Erfahrungen und Wissen für den Erhalt der biologischen Vielfalt, und damit unser aller Zukunft, haben.
Anfang 2010 finden Sie hier weitere Informationen zum Thema, anschauliches Material, um sich aktiv in Gruppen, bei Veranstaltungen o.ä. mit dem Thema auseinanderzusetzen sowie Links zu anderen Organisationen und Materialquellen.
Veranstaltungshinweis:
27.-28.1.2010: Fachtagung des Forum Umwelt und Entwicklung zu "Biodiversität und Klimawandel" in Bonn
Informationen und Anmeldung unter:
www.biodiv-network.de
k.blaufuss@forumue.de
