Öffentlichkeitsarbeit
Die Industrieländer sind hauptverantwortlich für die weltweite
Natur- und Kulturzerstörung. Durch Öffentlichkeitsarbeit hierzulande
muß ein Bewußtsein für die Verantwortung und eine breite
Basis für politische Veränderungen geschaffen werden. Hierzu
dienen INFOE-Publikationen wie:
- die INFOE-Studien, in denen Tagungsberichte,
Forschungsergebnisse und auch Examensarbeiten, Dissertationen etc. veröffentlicht
werden
- das INFOE-Magazin, das halbjährlich
Hintergrundartikel und aktuelle Nachrichten zu ethnoökologischen Themen
liefert sowie über die Arbeit des Instituts berichtet
Darüber hinaus verfügen wir über verschiedene Publikationen
und Medien zu den unterschiedlichsten Themenbereichen wie
Das Ethnofestival, das INFOE jährlich in München veranstaltet
bietet mit Filmen, Musik, Diskussionen und Ausstellungen Einblicke in Geschichte
und Gegenwart indigener Kulturen.
Bei Öffentlichkeitskampagnen kooperiert INFOE häufig mit Organisationen indigener Völker und anderen Nichtregierungsorganisationen, daneben werden immer wieder FachreferentInnen und AutorInnen des INFOE zu Seminaren, wissenschaftlichen Tagungen und Informationsveranstaltungen eingeladen.
- Im SS 93 veranstaltetete INFOE an der Uni Hamburg eine 13-teilige Vorlesungsreihe
zum UNO-Jahr der 'Indigenen Völker'.
- 1996 führten wir in Köln zwei Veranstaltungsreihen zu indigenen
Völkern, Menschenrechten und Welthandel durch.
- Eine dritte Reihe im Winter und Frühjahr 1997 widmete sich verschiedenen
Regionen des rußländischen Nordens, Sibiriens und des Fernen
Ostens: Jakutien, Tuva,
Westsibirien, Kuzbass
und Kamtschatka .
Daneben führt das Institut Kampagnen zur Unterstützung indigener Völker durch. Dazu gehört auch die Betreuung von Delegationen indigener Völker, die auch hierzulande auf ihre Probleme aufmerksam machen wollen und politische Unterstützung suchen:
- So fand 1988 eine Rundreise von VertreterInnen verschiedener indigener
Völker statt, die über ihre Gefährdung durch Atomwaffentests
bzw. Uranabbau berichteten.
- 1991 war das INFOE an der Organisation einer Kampagne gegen Menschenrechtsverletzungen
an indigenen Völkern beteiligt.
- 1992 und 1995 betreute INFOE eine Apache-Delegation in Deutschland.
- 1996 organisierte INFOE eine Rundreise von Michail
Todyschew, dem Vorsitzenden des Ältestenrates des von Braunkohletagebau
in seiner Existenz bedrohten Schoren-Volkes aus Südsibirien.
- Daneben organisierten wir Veranstaltungen mit den Diné-Ältesten
Roberta Blackgoat und Kee Watchman.
- Weitere Gäste des INFOE in den letzten Jahren waren der bekannte
Liedermacher, Schauspieler und Aktivist Floyd Westermann vom Volk
der Lakota,
- der inzwischen verstorbene Rechtsanwalt Lew Gurwitz, der sich
u.a. für die Lubicon Cree in Kanada einsetzte,
- Bobby Castillo vom American Indian Movement,
- Cham Toik, Sprecher des Mon-Volkes aus Burma,
- Gregg Higgs, Vertreter des Forest
Action Network, das die Nuxalk-Indianer im Kampf um die Erhaltung
ihres Waldes unterstützt, u.v.a.m.....
- Im Rahmen der Kampagne Stop Jabiluka
organisierten wir 1998 und 1999 Rundreisen von VertreterInnen der Mirrar-Aborigines und australischer Umwelschutzorganisationen.
INFOE-Kompaß
