Sibirien

Indigene Völker Russlands verlangen Stopp der Erschließung von Ölvorkommen im arktischen Schelf

Vom 14.-16. August 2012 versammelten sich in der Stadt Ussinsk in der russischen Teilrepublik Komi Vertreter/innen zahlreicher indigener kleiner Völker des russischen Nordens und Sibiriens sowie Grönlands und Nigerias zu einer Konferenz mit dem Titel "Arktisches Erdöl: Die Folgen für indigene Völker. Ussinsk war 1994 der Ort der größten terrestrischen Pipelinehavarie aller Zeiten, bei der über 100,000 Tonnen Öl in die nordrussische Taiga ausliefen. 

In ihrer gemeinsamen Abschlusserklärung fordern die indigenen Völker gemeinsam ein Verbot der Ausbeutung der Erdölvorkommen im arktischen Schelf wie auch ein Moratorium für die Erschließung neuer arktischer Erdöllagerstätten auf dem Land. Die Ausbeutung von Erdölvorkommen, so fordern sie, dürfe nur mit vorherigen, freier und informierter Zustimmung der indigenen Völker selbst erfolgen

Wir werden nicht zulassen, dass die Arktis in ein weiteres durch persönliches Gewinnstreben zugrundegerichtetes Industriegebiet verwandelt wird. Wir rufen alle indigenen Völker der Arktis auf, sich unserer Erklärung anzuschließen.

Bericht zur Konferenz (in russischer Sprache)

Wortlaut der Erklärung (in russischer Sprache)