Sibirien

Indigene Völker Sachalins protestieren gegen Ölkonzerne

Proteste und Blockaden gegen weiter Heute, am 20. Januar 2005 wurde auf dem Wenskoje-Camp im Rayon Nogliki der erste Protesttag der indigenen Völker des Nordens im Sachaliner Gebiet durchgeführt. An den Aktionen beteiligten sich mehr als 300 Menschen. Vertreter der Verwaltung des Sachaliner Gebiets verlasen den Text einer am 18. Januar unterzeichneten Vereinbarung zwischen der Verwaltung, einigen Ölgesellschaften und zwei Vertretern der indigenen Völker des Nordens. Die Vereinbarung wurde von den Teilnehmern der Protestaktionen nicht gebilligt. Weiterhin führten die Vertreter der indigenen Völker ein Ritual zur Austreibung der bösen Geister aus ihrem Land durch. Danach verlas Alexander Limanso, Präsident der Assoziation der indigenen Völker Sachalins einen Text der Resolution zu den Protesten und wandte sich an alle Anwesenden mit der Bitte, das von den Organisatoren der Proteste im Vorfeld erarbeitete Memorandum zu unterzeichnen. Insgesamt wurden von allen anwesenden Vertretern der indigenen Völker, die sich an den Protesten beteiligten, 244 Unterschriften gesammelt. Bis 17 Uhr warteten die Protestierenden auf das Erscheinen von Vertretern der Ölfirmen, die allerdings bis zum Ende nicht erschienen. Deshalb wurde entschieden, ab dem 21. Januar die Zufahrtswege zu den Baustellen des Sachalin-I-Projekts im Bezirk der Tschajwa-Nehrung zu blockieren. Parallel zur Protestaktion auf Sachalin wurde in Moskau eine Pressekonferenz der Assoziation der indigenen Völker des Nordens, Sibiriens und des Fernen Ostens der Russischen Föderation und des WWF durchgeführt, wo Vertreter der Assoziation und des WWF die Journalisten über die aktuelle Lage auf Sachalin sowie über den Verlauf des Protesttags informierten.