Tätigkeitsberichte

INFOE 2008

wasserbroschuere_170411.pdfTätigkeitsbericht 2008

 

10.12.2008: Last Yoik in Saami Forests? - Auftakt der infoe-Film- und Vortragsserie über indigene Völker und Umweltzerstörung

Wir zeigen den für die UN produzierten Dokumentarfilm *"Last Yoik in Saami Forests?"* im Bürgerzentrum Alte Feuerwache (Kinoraum) in Köln. Der von den Saami produzierte Film informiert über die Zerstörung und Gefährdung traditioneller Saami-Gebiete durch großflächige Abholzung, wodurch die Kultur der Saami in ihrer ursprünglichen Lebensform essentiell bedroht wird. Beginn der Veranstaltung: 19.30 Uhr Eintritt: 2,50 EUR, erm. 1,50 EUR

17.09.2008: Veranstaltung mit José Dionicio Machoa aus Sarayaku, Ecuador

Auf seiner von der GfbV und Oro Verde organisierten Tour durch Deutschland besuchte José Dionicio Machoa auch infoe in Köln. Im Rahmen der gut besuchten Veranstaltung im Bürgerzentrum Alte Feuerwache zeigte Dionicio Eriberto Gualingas Film "Soy defensor de la selva" ("Ich verteidige den Regenwald") und berichtete in der anschliessenden Diskussion, dass die indigenene Gemeinschaft Sarayakus sich weiterhin auf vielfältige Weise der Erdölförderung auf ihrem Gebiet widersetzt. Dazu gehören Medienproduktionen, die Pflanzung einer "frontera de vida" zum Schutz des Lebensraums, die Teilnahme an internationalen wie auch UN-Gremien sowie eine Klage vor dem Interamerikanischen Gerichtshof.

29.-31.08.2008: Sechste Tagung in der Evangelischen Akademie in Schwerte zum Thema Indigene und Biodiversität

Am letzten Augustwochenende fand die sechste aus der Reihe der Akademie-Tagungen zu Menschenrechten und indigenen Völkern mit dem thematischen Fokus Biodiversität statt - dieses Mal erstmalig im Haus Villigst in Schwerte. Verantwortlich für Planung und Inhalt waren Werner Aron von infoe; Silke Lunnebach, Europäische Geschäftsstelle des Klimabündnisses, Frankfurt; Dr. Theodor Rathgeber, Deutscher Koordinationskreis ILO 169 und Dr. Martin Büscher, Studienleiter der Akademie in Villigst. Während Bernd Schütze mit dem Vortrag zur Situation bei den sog. "kleinen Völkern" Sibiriens und der eingereichte Bericht von Joseph Ole Simel zu Lage der Hirtenvölker in Kenia die Tagung inhaltlich eröffneten, war aus aktuellem Anlass ein Schwerpunkt auf die Entwicklungen in Peru gesetzt, über die Tomás Alarcón (CAPAJ, Tacna, Peru); Ulises Rosas (infoe CH) und der peruanische Parlaments-Abgeordnete Oswaldo Luizar Obregón berichteten. Um den Widerstand der indianischen Völker Amazoniens und die Entscheidung des peruanischen Kongresses zur Ausserkraftsetzung der Dekrete 1015 und 1073 zu unterstützen, welche die Integrität der traditionellen Lebensräume bedrohten, wurden im Rahmen der Tagung zwei Erklärungen verabschiedet. Ebenfalls verabschiedet wurde eine Erklärung, mit der die Anwesenden das gegen Amilcar Pop - Präsident der Asociación de Abogados Maya in Guatemala und Gast einer früheren Tagung der Konferenzreihe - gerichtete Attentat verurteilten und ihre Betroffenheit und Solidarität ausdrückten.

27.04.2008: Transjoik-Konzert im Rahmen der COP 9 Musikalisches aus Sápmi

Der Saami Council hat als Host des International Indigenous Forum on Biodiversity (IIFB) in Zusammenarbeit mit Elke Rothkopf von infoe e.V. die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des IIFB sowie alle Interessierten am 27. Mai im Rahmen der COP 9 zum Konzert der Gruppe Transjoik in der Bonner Brotfabrik eingeladen. Gleich nach den Begrüßungsworten von Pauliina Feodoroff, Präsidentin des Saami Councils, erfüllten die ersten sphärischen Klänge von Transjoik, der Band um Frode Fjellheim, den Raum und hatten schon in wenigen Augenblicken das perplexe Publikum in ihren Bann gezogen.

Nils-Olav Johansen und Frode Fjellheim zelebrierten an verschiedenen Instrumenten und boten ihre kehligen, faszinierenden Joik-Interpretationen, während die beiden Perkussionisten Snorre Bjerk und Tor Haugerud mit den verschiedensten und ausgefallensten Rythmus-Instrumenten perfekt aufeinander abgestimmt kommunizierten. Tatsächlich haben Transjoik mit ihrer Musik die im Promo-Text angekündigte "moderne, aber gleichzeitig zeitlose und suggestive Stimmung" erzeugt. Oder wie es eine unserer Besucherinnen begeistert zusammenfasste: "Ich habe den Eisbären gesehen!" Wir danken dem Saami Council für die einzigartige Gelegenheit, dieses Konzert zu organisieren und mitzuerleben!