Veranstaltung: Klimawandel, Extraktivismus und die indigene Bevölkerung

Am Donnerstag den 21. Dezember 2017, von 19.00 – 21.30 Uhr

Im blauen Saal des Grünen Büros am Ebertplatz 23

Waldrodungen, der Anbau von Palmöl u. a. für den Biospritstoff E10, Ölbohrungen und der Klimawandel: Die indigene Bevölkerung Amazoniens muss an vielen Fronten gleichzeitig für den Erhalt des Regenwaldes und ihrer Kulturen streiten. Doch wie sehen diese Probleme konkret aus? Was können wir von Ihnen im Bereich Umweltschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen lernen? Wie können wir gemeinsam für internationale Klimagerechtigkeit streiten und was können wir in Köln tun?

Im ersten Teil der Veranstaltung werden wir anhand von kleinen Videobotschaften von unterschiedlichen Vertreter*innen der Indigenen Bevölkerung Ecuadors und Kolumbiens an uns sowie einen Bericht von Kathrin Henneberger einen Einblick in die Problematik erhalten. Gefolgt von einer Liveschaltung nach Quito, in der uns Juan Carlos Jintiach von der COICA, dem Dachverband der indigenen Bevölkerung Amazoniens, die Perspektiven und Forderungen der indigenen Bevölkerung nahe bringt und mit uns über diese diskutiert. Im Anschluss werden wir Aktionsmöglichkeiten (auch vor Ort in Köln) zusammen mit dem Kölner Bürgermeister Andreas Wolter entwickeln, der sich maßgeblich für die Einrichtung der Kölner Klimapartnerschaft mit Indigenen Gemeinschaften und der Stadt Yarinacocha im Amazonastiefland in Peru eingesetzt hat.

Diskutiert mit uns und lasst uns gemeinsam Pläne schmieden für neue Projekte im Jahr 2018: Am Abend des 21. Dezember ab 19 Uhr im Blauen Saal des Grünen Büros am Ebertplatz 23 in Köln.

Gäste: Dabei sein werden Juan Carlos Jintiach von COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) aus Ecuador, sowie der Kölner Bürgermeister Andreas Wolter.

Veranstalter: Organisiert wird die Veranstaltung in Kooperation mit INFOE (Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie), ecapio Videos und Bündnis 90/ DIE GRÜNEN – Kreisverband Köln

Das Gespräch mit Juan Carlos Jintiach wird in English geführt werden. Für Flüsterübersetzung werden wir bei Bedarf sorgen. 

EINLADUNG zur Podiumsdiskussion

Regenwälder der Zukunft: Das Potential von indigenem Wissen für Wald- und Klimaschutz

INFOE und das Institut für Ethnologie der Universität zu Köln gemeinsam mit dem Global South Studies Center laden ein zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Regenwälder der Zukunft: Das Potential von indigenem Wissen für Wald- und Klimaschutz. Mit unseren Gästen: Thomas Brose, Geschäftsführer des Klima-Bündnis, Johannes Schwegler Geschäftsführer von Fairventures Worldwide, Andrea Höing von der Universität Bonn und Jennifer Rubis, Koordinatorin des Climate Frontlines Forum bei der UNESCO (angefragt) diskutieren wir zentrale Frage im Zusammenhang mit dem Schutz der Regenwälder: Gibt es angesichts boomender Palmölindustrie, anhaltender Nachfrage nach tropischen Hölzern und gescheiterten Waldschutzmodellen noch eine Zukunft für den Regenwald? Wie könnte diese aussehen? Dabei stehen regional zwei der größten verbleibenden Regenwaldgebiete im Fokus: die Regenwälder des Amazonas und die Regenwälder Borneos.


Wann? 03.November 2017 : 16:30 bis 18:30 Uhr
Wo? Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln, Dozentencafe


Wir freuen uns auf Ihr Kommen und eine spannende Diskussion

Einladung zum Fachgespräch am 15. Mai 2017 in Bonn

Das Institut für Ökologie und Aktionsethnologie e.V. lädt ein zum Fachgespräch

Das Potential von Initiativen zum Wiederaufbau von Wald-/Landschaften für nachhaltige Entwicklung und den Klimaschutz

15. Mai 2017, 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr

im Uniclub Bonn, Konviktstrasse 9, 53113 Bonn

 

In Folge des Pariser Klimaabkommens und zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) durch Deutschland werden von der Bundesregierung verstärkt Initiativen zur Wiederherstellung von Waldlandschaften, degradierten Flächen und Wald- und Landökosystemen (Forest Landscape Restoration – FLR) gefördert. Bei dem Fachgespräch möchten wir das Potential sowie die Herausforderungen einer ökosystem- und rechtebasierten Umsetzung von FLR Maßnahmen in (ost)afrikanischen Ländern diskutieren und zentrale Argumente im Hinblick auf die Erreichung der SDGs und den Klimaschutz zusammentragen.

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Workshop „Indigene Territorien und der deutsche Wald-Klimaschutz“

Am Freitag (9.12.) lädt INFOE e.V. zu einem Workshop mit indigenen ReferentInnen aus Ucayali und der Selva Central (Peru) ein. Der Workshop findet von 10 bis 13 Uhr in der BASA (Oxfordstraße 15, 53111 Bonn) statt.

 

 deforestacion y cambio climatico deforestacion.net

Bild: www.deforestacion.net


Moderiert und eingeführt von Dr. Carla Jaimes Betancourt (Abteilung für Altamerikanistik der Universtität Bonn) und Elke Falley-Rothkopf (INFOE e.V.) werden Robert Guimaraes (Präsident des regionalen indigenen Verbandes FECONAU) und Miriam Soria von den Shipibo-Conibo (Ucayali) sowie Lyndon Pishagua von den Yanesha (Selva Central) und Koordinador der indigenen Organisation ARPI über die aktuelle Situation in den indigenen Territorien Perus sowie über die Ziele und Ergebnisse der internationalen Klimaverhandlungen bei der COP 22 in Marrakesch berichten.

Zusammen mit den TeilnehmerInnen des Workshops sollen Handlungsperspektiven und –möglichkeiten von deutscher Seite aufgezeigt und erarbeitet werden.

 

Das Programm können Sie hier herunterladen...

 

Wir freuen uns auf Sie!

Veranstaltung des INFOE in Kooperation mit FDCL: "Wo werden wir leben?"

Wann: am 12.12.2016 in Berlin, 18:30Uhr

Wo: Im Mehringhof, Aufgang 3, 5.Stock, Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin

 

Die indigene Gemeinschaft von Sta. Clara de Uchunya in Ucayali, Peru wehrt sich gegen die Bedrohung ihres traditionellen Territoriums durch Palmölplantagen.

Robert Guimaraes, Präsident der regionalen indigenen Organisation FECONAU (Mitglied des nationalen Verbandes AIDESEP) und Miriam Soria Gonzalez vertreten Sta. Clara de Uchunya in Ucayali, welches durch die massive Ausbreitung der Palmölplantagen bedroht ist. Sie werden davon berichten, wie sich Sta. Clara de Uchunya seit Jahren gegen die Machenschaften von Palmölunternehmen wehrt und Klagen gegen dieselben und auch gegen die Regionalregierung von Ucayali eingereicht hat, welche einerseits die von den Indigenen beantragte Titulierung zusätzlicher Landflächen ihres traditionellen Siedlungsgebietes verzögert und stattdessen Rechtstitel an sog. „cólonos“, Siedler, vergibt. Sie zeigen Bilder und berichten von der Zerstörung, die die Ausbreitung der Palmölplantagen anrichten und was dies für eine Gemeinschaft bedeutet, die in engem, auch spirituellen Bezug zur natürlichen Umgebung lebt und von den Ressourcen des Waldes für ihren Lebensunterhalt abhängt.

Aufgrund des Gebahrens des Palmölunternehmens Plantaciones Pucallpa S.A. beschloss der Round Table on Sustainable Palm Oil den Ausschluss des Unternehmens. Andererseits haben die Menschen von Sta. Clara de Uchunya die Hoffnung, dass im Rahmen der internationalen Wald-Klimaschutzdebatte und internationaler Abkommen dazu, ihre Territorien und BewohnerInnen geschützt werden, die sich ihrerseits gerichtlichen Klagen und auch Morddrohungen ausgesetzt sehen. Deutschland hat 2014 auf dem Klimagipfel in New York zusammen mit Norwegen und Peru eine Absichtserklärung zur Erreichung von „Net Zero Deforestation“ für den peruanischen Regenwald abgeschlossen, welche ausdrücklich die Bedeutung indigener Territorien für den Wald-Klimaschutz anerkennt und die Titulierung solcher Territorien fördern will. Robert Guimaraes wird auf der Grundlage seiner Teilnahme an der COP 23 in Marrakesch daher auch berichten, welche neue Perspektiven sich für die indigenen Territorien aus den Entwicklungen im internationalen Klimaschutz ergeben. 

 

Veranstalter: FDCL (Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.) und INFOE.

Weitere Informastionen zur Veranstaltung erhalten Sie hier und auf den Seiten des fdcl.

Ein Tag in Lateinamerika

 Plakat Lateinamerikatag16 gr

Am 27. November findet der Thementag ,Lateinamerika' im Rauten-Strauch-Joest-Museum in Köln statt. Ab 10 Uhr erwartet Sie ein facettenreiches Veranstaltungsprogramm mit Lesungen, Workshops, Filmen, Musik und vielem mehr.

INFOE e.V ist mit dabei. In Kooperation mit RJM stellen wir den peruanischen Geschichtenerzähler Wayqui vor, der uns um 15 Uhr mit Erzählungen aus dem Amazonasgebiet und anderen Teilen der Welt verzaubern wird.

Wayqui en Peru

Kommen Sie einfach vorbei und besuchen Sie uns an unserem Infostand. Wir freuen uns auf Sie!

Das Programm können Sie hier herunterladen.

Es geht um unseren Planeten!

cop22

Vom 7. bis 18. November wird INFOE am UN-Klimagipfel COP22 in Marrakesch teilnehmen. INFOE organisiert ein Side-Event zum Thema Indigenous Territories in the Amazon and German Forest and Climate Protection Committment in Kooperation mit unseren Indigenen Partnern COICA, AIDESEP und FECONAU.

Mehr Informationen unter:

COP22