Workshop in Bonn fördert den interdisziplinären Austausch zum Thema ‚Klimawandel und indigene Völker: Risiken, Auswirkungen und Resilienz

Am 26. September 2018 fand in den Räumen des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn ein in Kooperation zwischen INFOE und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) organisierter Workshop zum Thema: Klimawandel und indigene Völker: Risiken, Auswirkungen und Resilienz statt. Inhaltlich koordiniert zwischen INFOE und dem DIE und in Zusammenarbeit mit dem ZEF und INRES, beschäftigte sich der Workshop mit den lokalen Erfahrungen und regionalen Strategien indigener und lokaler Gemeinschaften  im Umgang mit den Auswirkungen und den Risiken des Klimawandels.  Im Zusammenhang mit der Einrichtung der Plattform für lokale Gemeinschaften und indigene Völker (LCIPP) im Rahmen des Pariser Abkommens und dem kürzlich erfolgten Treffen des ‚Internationalen Warschau Mechanismus für Verlust und Schaden‘ der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) wurde die Frage diskutiert, wie lokales und traditionelles Wissen zur Steigerung der Resilienz von lokalen und indigenen Gemeinschaften beitragen kann und welche Rolle die Wissenschaft sowie die Entwicklungszusammenarbeit für die Förderung und Berücksichtigung dieses Wissens und der Anpassungs- und Schutzstrategien spielen kann und sollte. 

An dem Workshop nahmen insgesamt 20 Personen teil, darunter Vertreter*innen indigener Völker von den Philippinen, Forscher*innen aus Venezuela, Alaska und Maine, Vertreter*innen der Deutschen Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit (GIZ), deutscher NGOs und Forschungseinrichtungen wie DIE, ZEF, INRES sowie Mitarbeiter*innen des UNFCCC-Sekretariats und Student*innen aus Ghana, Indien und von der Universität Bonn. 

Die Vielfalt der Teilnehmer*innen, ihre Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven spiegelten sich in den Vorträgen und Diskussionen wider und sorgten für einen intensiven Austausch über die Herausforderungen vor Ort sowie bestehende lokale Lösungen.

Erfahren Sie mehr über den Inhalt des Workshops im ausführlichen englischen Bericht sowie auf unserem Blog.

Indigenes Wissen für Waldschutz und Klimawandel

Ein zusammenfassender Bericht über die Ergebnisse einer Podiumsdiskussion von INFOE am Rande der UN-Klimakonferenz (SBSTA) im Mai 2018 in Bonn. Thema der Veranstaltung war der Fortschritt der Plattform für „Lokale Gemeinschaften und indigene Völker“ und die Frage: Wie kann eine effektive Teilhabe Indigener und die Integration von indigenem Wissen und Nutzungspraktiken für Wald- und Klimaschutzmaßnahmen gestärkt werden?

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Podiumsdiskussion "Regenwälder der Zukunft"

Am 3.11.2017 fand im Dozentencafé der Universität zu Köln die von INFOE in Kooperation mit dem Global South Studies Center der Universität Köln organisierte Podiumsdiskussion zum Thema „Regenwälder der Zukunft“ statt. Zu der Veranstaltung waren 27 Teilnehmer*innnen gekommen, die mit großem Interesse den eindrucksvollen Beiträgen der Podiumsgäste folgten und sich an der motivierenden Diskussion beteiligten. Nachdem die Gäste zunächst ihre Tätigkeit im Hinblick auf das Thema der Veranstaltung darstellten, erläuterten sie dann die Bedeutung, die indigenes Wissen für Wald-und Klimaschutz im Rahmen ihrer Arbeit hat. Die anschließende Diskussion zeichnete sich durch die lebendig dargestellten Erfahrungen der eingeladenen Gäste, deren Engagement und optimistische Perspektiven aus, die dennoch nicht über die existierenden und unübersehbaren Probleme und Herausforderungen beim internationalen Waldschutz hinwegtäuschten.

Weitere Infos zur Podiumsdiskussion finden Sie hier.

Workshops zum Thema SDGs

Im Oktober 2017 fanden in Kooperation mit dem Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) zwei Workshops zum Beitrag indigener und traditioneller Landnutzungspraktiken zum Klimaschutz, der Klimaanpassung und der Erreichung bestimmter SDGs statt. Ein Pre-Conference Workshop mit internationalen Teilnehmer*innen in Berlin diente sowohl der Vorbereitung als auch der thematische Vertiefung eines Workshops bei der anschließenden Impacts World 2017 in Potsdam. Der zweitägige Vorbereitungsworkshop erwies sich als außerordentlich produktiver Austausch zwischen nationalen und internationalen Expert*innen, insbesondere zu den traditionellen Wirtschaftsweisen des Wanderfeldbau und des Pastoralismus. Als Output der fruchtbaren interdisziplinären Diskussionen wurde ein gemeinsames Briefing Paper zum Beitrag traditioneller Lebensweisen zum Klimaschutz und der Klimaanpassung erarbeitet. Das Papier wurden dann zur weiteren Verbreitung und Diskussion beim Workshop im Rahmen der Impacts World 2017 sowie den Klimaverhandlungen im November genutzt.

Das Briefing Paper können Sie hier herunterladen.

Viel Substanz bei der Podiumsdiskussion anlässlich des 10. Jahrestags der Verabschiedung der VN Erklärung zu den Rechten indigener Völker

Bei der von INFOE gemeinsam mit der DGVN und dem Klima-Bündnis ausgerichteten Veranstaltung am 13.9.2017 im LandesMuseum Bonn diskutierten das mit nationalen und internationalen ExpertInnen und VertreterInnen unterschiedlicher Organisationen besetzte Podium und Publikum intensiv und tiefgreifend über die Bedeutung und die Herausforderungen in der Umsetzung der VN Erklärung und die Lebens- und Rechtssituation indigener Völker. Insbesondere der Beitrag indigener Völker zu nachhaltiger Entwicklung und dem Klimaschutz wurde aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht.

In ‚rural21‘ finden Sie einen Bericht auf englisch: Bericht zur Veranstaltung „10 Jahre UNDRIP“ im LVR in Bonn bei ‚rural21‘

Spannende Diskussionen beim Fachgespräch zu Initiativen zum Wiederaufbau von Wald-/Landschaften

INFOE lud Mitte Mai zu einem Fachgespräch zum Potential von Initiativen zum Wiederaufbau von Wald-/Landschaften für nachhaltige Entwicklung, die Erreichung der Sustainable Development Goals und den Klimaschutz ein. Im Gebäude des Uniclubs Bonn fanden sich etwa 30 Teilnehmer*Innen zusammen, die aus verschiedenen Perspektiven über die Notwendigkeit, jedoch auch die aufkommenden Herausforderungen der Wiederherstellung von Waldlandschaften (forest landscape restoration), insbesondere im Hinblick auf die Rechte indigener Gemeinschaften, diskutierten. An der Panlediskussion zum Beitrag, den Maßnahmen zur Renaturierung von Waldökosystemen zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und des Pariser Klimaabkommens leisten können, nahmen Lena Bretas vom (BMZ), Daniel Ole Sapit von der Mainyoito Pastoralist Integrated Development Organization (MPIDO) aus Kenia, Peter Saile (GIZ) und Marion Aberle von der Welthungerhilfe teil. Eine wesentliche Erkenntnis im Rahmen der Diskussion war, dass durch die Beteiligung indigener und lokaler Gemeinschaften die Erfolgschancen einer nachhaltigen Klimawandelbekämpfung gesteigert werden können. Die Einbindung existierender lokaler Initiativen und bereits vorhandenen Wissens ist dabei zentral. Nach anderthalbstündiger Debatte verließen die Teilnehmer*Innen das Fachgespräch mit Anreizen, die Umsetzung von Maßnahmen zur Wiederherstellung von Waldlandschaften und -ökosystemen aus einem menschenrechtbasierten Ansatz heraus anzugehen.

Hier finden Sie den ausführlichen Bericht auf Englisch sowie die Präsentationen von Daniel Ole Sapit und Marion Aberle.

Bericht Veranstaltung ‚Wo werden wir leben?‘, 12.12.2016, Berlin

Am 12.12.2016 fand in den Räumen des FDCL in Berlin die Veranstaltung „Wo werden wir leben?“ mit zwei indigenen VertreterInnen aus der Gemeinschaft von Sta. Clara de Uchunya in Ucayali, die sich gegen die Bedrohung ihres traditionellen Territoriums durch Palmölplantagen wehren.

Die Veranstaltung fand an der Schnittstelle zweier INFOE Projekte zur Rolle indigener Gemeinschaften als Partner für nachhaltige Entwicklung und der Bedeutung indigener Territorien im deutschen Wald-, Klima- und Landschutz in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) und dem Klima-Bündnis statt. Der wichtige Beitrag den indigene Völker zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten, muss einhergehen mit der Sicherung ihre Rechte auf Land, Ressourcen und eine selbstbestimmte Entwicklung.

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