Video-Interview mit Ecapio zum Waldschutz in Amazonien

In der Nähe der Grenze von Peru und Kolumbien existiert ein einzigartiger Urwald in Amazonien, das Gebiet Yaguas. Ein Schutzgebiet, in dem auch Gemeinden der indigenen Bevölkerung leben. Diese wollen den Wald auch weiterhin unter Schutz sehen, aber nicht notwendigerweise durch die Einrichtung eines Nationalparks.

In einem Video-Interview, das im Rahmen des Projekts Ecapio durchgeführt wurde, erläutert Edwin Vasquez Campos die Position indigener Gemeinschaften zum Waldschutz und der Einrichtung von Schutzgebieten:

 

Fact Sheets und Bildungseinheiten zu SDGs und indigenen Völkern

Im Rahmen des Projekts zu indigenen Völkern und den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ist nun eine kleine Reihe Fact Sheets entstanden. Die Fact Sheets greifen jeweils ein bis zwei Unterziele der SDGs heraus und erläutern den Zusammenhang mit indigenen Völkern und ihre Rolle im Rahmen der Umsetzung. Es wird außerdem deutlich gemacht, dass indigene Völker ihre wertvollen Beiträge zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen, zum Schutz von biologischer Vielfalt, Wald und Klima und damit zur Erreichung der SDGs nur leisten können, wenn ihre Rechte, insbesondere auf Land, Ressourcen und selbstbestimmte Entwicklung, gewährleistet werden.

Mit den Fact Sheets und den dazugehörigen Arbeitshilfen für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit möchte INFOE

  • den Beitrag indigener Völker zu nachhaltiger Entwicklung sichtbarer und verständlich machen
  • die Anerkennung indigener Rechte in der Umsetzung der SDGs stärken
  • eine menschenrechtsbasierte Umsetzung der SDGs durch Deutschland fördern

A small series of Fact Sheets on the SDGs and the relationship with indigenous peoples and their role, rights and contributions with regard to a truly sustainable and rights-based implementation of the SDGs is also available in English.

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Nationalpark vs Kommunalreserve in Yaguas

Jorge Pérez Rubio, Präsident der indigenen Organisation ORPIO, informiert die Weltgemeinschaft über die Sorgen von verschiedenen Gemeinden (Álamo, Primavera, Santa Rosa de Cauchillo y Huapapa an der Grenze zum Putumayo) um die Pläne der peruanischen Regierung, einen Nationalpark in Yaguas (Loreto) einzurichten. Ein Nationalpark in diesen Territorien hätte ein negatives Effekt, denn er würde gegen die Rechte der Indigene stoßen. Diese Völker reklamieren eine "Reserva Comunal" (Kommunalreserve), die ihnen eine direkte Teilnahme am Umweltschutz gewährleisten würde.


Hier können Sie die Verkündigung von Pérez Rubio lesen (auf Spanisch)...


Außerdem finden Sie hier die Stellungnahme von der COICA zu diesem "Kategoriesierungsprozess" (Nationalpark vs Kommunalreserve) in Yaguas...

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Unklare Lage der Shuar-Territorien

Chronik eines unangekündigten Einmarsches

Am 26. Januar hatte sich eine Gruppe junger Journalisten auf den Weg in die Gemeinde Nankints gemacht. Ein vierstündiger Fußmarsch führte sie durch den Amazonas-Wald. Das Ziel der Journalisten war, aufzudecken, worüber Regierung, Medien und offizielle Quellen nicht berichten. Sie wollten in Erfahrung bringen, was in der ecuadorianischen Provinz Morona de Santiago passiert.

Als erstes erreichten sie das Shuar-zentrum Tsumtsuim Tsuim. Dort fanden sie Spuren der „gewaltsamen militärischen Räumung wegen des Bergbauprojektes Panantza San Carlos“, schreibt Dennis De la Cruz, einer der Journalisten. Die indigenen Bewohner waren vertrieben worden und ihre Häuser dienten Polizisten und Soldaten als Stützpunkte. „Es schien, als ob ein Orkan in jedem Haushalt gewütet und alles durchwühlt und die Wertsachen mitgenommen hätte“, so De la Cruz.

Die Gruppe trennte sich, für den Fall, dass die Polizei auftauchte. Ein Teil kehrte mit den gemachten Aufnahmen nach Gualaquiza zurück. Der Rest der Gruppe, bestehend aus drei Frauen und zwei Männern, marschierte 90 Minuten lang weiter bis in die Gemeinde San Carlos de Limón. Das Dorf wirkte wie eine Geisterstadt, in einem verlassenen Haus spielten einige Polizisten Karten. Die unerwarteten Besucher wurden festgenommen und mussten sich mehrmals vor verschiedenen Polizisten ausweisen. Immer wieder wurden sie und ihre Dokumente fotografiert. Nachdem sie verhört worden waren, wurden sie von Agenten der GIR (Grupo de Intervención y Rescate) nach San Juan Bosco eskortiert. Erneut mussten sie sich ausweisen, fotografieren und durchsuchen lassen. Nach unzähligen Kontrollen wurden sie freigelassen.

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Trauer um Erika-Irene Daes

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Wie Elsa Stamatompoulou, die frühere Sekretärin des Ständigen UN-Forums für indigene Angelegenheiten auf Facebook berichtet ist die langjährige Vorsitzende der UN-Arbeitsgruppe für indigene Bevölkerungen diese Woche in Athen verstorben. Die gebürtige Griechin und erfahrene Diplomatin war eine der führenden Figuren im Kampf für die Anerkennung und Beteiligung indigener Völker in der UNO. Ihr Beitrag und ihr Andenken werden nicht vergessen werden.

Erklärung der COICA zu den aktuellen Geschehnissen in Ecuador

Zutiefst besorgt über die aktuellen Entwicklungen im Konflikt um die Territorien der Shuar in Ecuador, wendet sich die COICA an die ecuatorianischen Regierung und verschiedene internationalen Organisationen, um folgende Ereignisse bekanntzumachen:

  • Mitternächtliche Stürmung des Büros der Shuar-Organisation FICSH und Konfiszierung von Laptops und Computern.
  • Grundlose Verhaftung des Präsidenten der indigenen Organization FICSH Agustín Wachapá. Der Verbleib und der Gesundheitszustand von Herrn Wachapá ist unbekannt.
  • Räumung und Militarisierung der Shuar-Territorien in der Gemeinde Nankints.
  • Verhängung des Ausnahmezustands in der Provinz Morona Santiago.

Hier können Sie die Erklärung der COICA lesen...

Bayern LB: Geldgeber der Skandal-Ölpipeline „Dakota Access“

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UPDATE: Das US-Army-Corps of Engineers hat am 4. Dezember der Betreiberfirma untersagt, unter dem Missouri-River zu bohren.

Berlin, 1.12.2016   Die geplante Mega-Öl-Pipeline „Dakota Access“ in den USA sorgt derzeit durch die große Protestbewegung vor Ort und gewaltsame Übergriffe der Polizei für Aufsehen. Die Pipeline soll Öl aus den Fördergebieten im US-Bundesstaat North-Dakota über eine Strecke von knapp 1.900 Kilometer in Gebiete im Süden der USA transportieren. Sie würde dabei auch Land kreuzen, das vom Stamm der Standing-Rock-Sioux als heilig angesehen wird. Der Stamm sieht seine Landrechte und den Schutz von Trinkwasserquellen massiv gefährdet. 420 Umwelt- und Menschenrechts-NGOs protestieren in einem Brief an 17 involvierte Banken gegen die Übergriffe auf friedliche Demonstranten und fordern sie auf, sich für einen Stopp der Bauarbeiten an der Pipeline einzusetzen. (Pressemitteilung: urgewald, BankTrack, INFOE)

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