Werner Aron 1944 — 2015

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Das Team von infoe trauert um unseren Freund und Mitstreiter Werner Aron, der am 15. August 2015 im Alter von 70 Jahren nach langer Krankheit gestorben ist. Werner war nicht nur einer der Gründer von INFOE sondern er blieb durch die Jahrzehnte stets eine tragende Säule der Organisation. Bis zuletzt, hat er uns trotz seiner schweren Krankheit unerschütterlich mit seinem vielfältigen Wissen, seiner Weisheit, seinem Humor und seinem Rat zur Seite gestanden.

Nach einem Sozialpädagogik-Studium kam Werner zur Ethnologie, die sein weiteres Leben entscheidend prägen sollte. Für viele Jahrzehnte engagierte sich Werner für Menschenrechte und internationale Solidarität, erwarb bei seinen Reisen nach Asien und Afrika tiefe Einblicke in die Lage der lokalen Bevölkerungen und knüpfte intensive Kontakte, die sein weiteres Leben entscheidend prägen sollten. Werner gehörte zu der Gruppe von Wissenschaftlern und Publizisten, die 1987 INFOE konzipierten und gründeten, als erste deutsche Organisation, die die untrennbare Verbindung zwischen dem Schutz der Menschenrechte indigener Völker und dem der natürlichen Mitwelt ins Zentrum ihrer Tätigkeit rückte.

Sein Leben stand im Zeichen eines unermüdlichen Engagements für die Rechte indigener Völker. Er war wesentlich für den Erfolg der Jabiluka-Kampagne gegen Uranförderung auf Aborigines-Land in Australien verantwortlich. Besonders am Herzen lagen ihm die Kultur und das Schicksal indigener Völker in Ostafrika und er hat zahlreiche Reisen nach Kenia unternommen.

Mit Werner verlieren mit ihm einen geistigen Vater, einen Mitstreiter der ersten Stunde und einen Freund, den wir sehr vermissen. Wir werden die Arbeit von INFOE in seinem Sinne weiterführen und so mit ihm und seinen Ideen verbunden bleiben. Wir danken allen, die uns mit ihren herzlichen Worten anlässlich Werners Tod Trost und die Gewissheit vermittelt haben, dass die Erinnerung an ihn fortlebt.

 

Tagungsbericht "Wird der Wald für den Klimaschutz verheizt?"

Bericht der Tagung vom 12. Juni 2015 im LandesMuseum Bonn zum Thema:

"Wird der Wald für den Klimaschutz verheizt?

Die Ressource Wald im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen und die Vorschläge indigener Völker"

 

Am 12. Juni 2015 fand im LandesMuseum in Bonn die vom Institut für Ökologie Aktions-Ethnologie (INFOE) in Kooperation mit dem Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder (kurz Klima-Bündnis) und der Stadt Bonn organisierte Tagung zum komplexen Thema des Waldschutzes in Zeiten des Klimawandels statt. Die Tagung wurde gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie mit Mitteln von Misereor und der Europäischen Kommission finanziert.

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Amazon Indigenous REDD+ (RIA)

Side Event: Jurisdictional Progress and the road to COP20

Der von infoe im Rahmen des Projekts "Indigene Stimmen und Visionen" in Kooperation mit WWF und Klimabündnis für die COICA organisierte side event zu den 40. SBSTA in Bonn ist sehr erfolgreich verlaufen. Jorge Furagaro, der neue leitende Koordinator der COICA für den Bereich Umwelt, Klimawandel und Biodiversität, trug die Fortschritte im gesetzlichen Bereich für den indigenen Vorschlag zum Waldschutz, REDD+ Indígena Amazónico (RIA), in Kolumbien vor, wo eines der 6 Pilotprojekte am Río Iniridia realisiert werden wird. Außerdem referierte er über die technischen und finanziellen Herausforderungen für die RIA-Projekte.

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INFOE und Partner stellen Studie über UN-Leitprinzipien vor

Am Donnerstag, den 11. Juli in einem Side Event bei der Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker, haben das Europäische Netzwerk für Indigene Völker (ENIP), zu deren Gründungsmitgliedern INFOE gehört, zusammen mit der  Coordinadora Andina de Organizaciones Indígenas (CAOI) und dem Asia Indigenous Peoples Pact AIPP,  eine neue Studie über die Rechte indigener Völker und den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte vorgestellt. Die Studie, verfasst von INFOE-Mitarbeiter Johannes Rohr und dem Chilenischen Menschenrechtsanwalt José Aylwin, geht der Frage nach, wie die UN-Leitprinzipien die Rechte indigener Völker betreffen und bietet Fallbeispiele aus der Praxis der indigenen Völker, ihre Rechte im Kontext von Wirtschaftstätigkeit in ihren Gebieten zu verteidigen.

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