Die COP 20 in Lima

Gemeinsam für Klimaschutz; Foto © Dustin Simone

Vom 1. bis in die Nacht des 13. Dezember 2014 fanden in Lima, Peru, die 20. UN-Klimaverhandlungen (Vertragsstaatenkonferenz / COP 20) statt, an denen INFOE erstmals als Nichtregierungsorganisation mit eigenem observer status teilnahm und den Dachverband der indigenen Organisationen Amazoniens, die COICA, technisch unterstützte. Diese technische Unterstützung geht zurück auf die Studien und Tagung zu den Rechten indigener Völker im Wald-Klimaschutz 2012, in deren Folge 2013 in Quito eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit der COICA für die technische Unterstützung in internationalen Verhandlungen und ähnlichen Prozessen sowie im Besonderen die Bekanntmachung und Unterstützung des indigenen Vorschlags zum Wald- und Klimaschutz, REDD+ Indígena Amazónico, unterzeichnet wurde.

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Bundesrat nimmt Entschließung für Ratifizierung von ILO-Übereinkommen 169 an

Am 27. März 2015 hat der Bundesrat eine Entschließung für eine deutsche Ratifizierung des ILO-Übereinkommens 169 über indigene und in Stämmen lebende Völker angekommen. Das Übereinkommen aus dem Jahr 1989 ist der einzige globale Vertrag, der völkerrechtlich verbindlich Rechte indigener Völker schützt. Das Übereinkommen wurde von den meisten Staaten Lateinamerikas ratifiziert sowie von einigen europäischen Ländern, darunter Spanien, Dänemark und Norwegen. Deutsche Nichtregierungsorganisationen setzen sich seit einem Vierteljahrhundert für einen deutschen Beitritt zu dem Abkommen ein, doch die Bundesregierung hat immer wieder neue Gründe gefunden, diesen mit zusätzlichen Prüfungen auf die lange Bank zu schieben und endlos zu prüfen ohne Ergebnis. Die heutige Bundesratsentschließung ist das erste hoffnungsvolle Zeichen nach vielen Jahren, dass Deutschland vielleicht doch noch dem Vorbild seiner europäischen Nachbarn folgen könnte und das Übereinkommen, das weltweit neben der UN-Erklärung der Rechte der indigenen Völker als wichtigster globaler Maßstab für die Rechte indigener Völker gilt, endlich ratifizieren könnte.

Konzert für Amazonien am 3. Mai 2015 im Forum der VHS Köln / RJM

infoe arbeitet seit vielen Jahren zu der Bedeutung indigener Kulturen für den Erhalt u.a. der tropischen Waldsysteme. Mit dem "Konzert für Amazonien" von Grupo Sal, Abadio Green, dem Klimabündnis und Mehrdad Zaeri möchte infoe als Veranstalter in Bonn nun über Stimmen, Klänge und Bilder ein breites Publikum für die Reflektion über dieses Thema gewinnen.

Grupo Sal 2015
(Klicken zum Vergrößern)

 

Wann: 3. Mai 2015, 18.00 Uhr

Wo: FORUM VHS im Kulturquartier

(Rautenstrauch - Joest - Museum) Cäcilienstr. 29-33 | 50667 Köln

 

Grupoa Sal 2015 Flyer

Grupo Sal 2015 Flyer

 

Bericht des FPIC-Fachgesprächs vom 8. Oktober 2014

Reger Zulauf und wegweisende Vorschläge beim öffentlichen Fachgespräch zum Thema

Menschenrechte indigener Völker:  Das Recht auf freie, vorherige und informierte Zustimmung

 

Am 8. Oktober fand in der Schleswig-Holsteinischen Landesvertretung in Berlin das Fachgespräch mit der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen zu den Rechten indigener Völker, Victoria Tauli-Corpuz, statt. Es wurde gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und INFOE organisiert und war mit mehr als 70 Teilnehmenden sehr gut besucht. An der anregenden Podiumsdiskussion nahmen weiterhin die Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe (SPD) und Tom Koenigs (Bündnis90/Die Grünen) sowie der Ansprechpartner für indigene Angelegenheiten im BMZ Menschenrechtsreferat, Martin Ondrejka, teil. Moderiert wurde das Fachgespräch von Dr. Theodor Rathgeber.

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INFOE und Partner stellen Studie über UN-Leitprinzipien vor

Am Donnerstag, den 11. Juli in einem Side Event bei der Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker, haben das Europäische Netzwerk für Indigene Völker (ENIP), zu deren Gründungsmitgliedern INFOE gehört, zusammen mit der  Coordinadora Andina de Organizaciones Indígenas (CAOI) und dem Asia Indigenous Peoples Pact AIPP,  eine neue Studie über die Rechte indigener Völker und den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte vorgestellt. Die Studie, verfasst von INFOE-Mitarbeiter Johannes Rohr und dem Chilenischen Menschenrechtsanwalt José Aylwin, geht der Frage nach, wie die UN-Leitprinzipien die Rechte indigener Völker betreffen und bietet Fallbeispiele aus der Praxis der indigenen Völker, ihre Rechte im Kontext von Wirtschaftstätigkeit in ihren Gebieten zu verteidigen.

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