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Trumps Wahl: International Indian Treaty Council ruft zur Wachsamkeit auf.

Statement von Andrea Carmen, Geschäftsführerin des International Indian Treaty Council

9. November 2016

"Heute ist ein Tag
nüchternen Abwägens für indigene Völker, Menschenrechte und Verteidiger der Erde und Verbündete in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt. Als multiregionale indigene Organisation, die Nationen, Völker und Regierungen vertritt, die älter sind als die derzeitigen Nationalstaaten und ihre Wahlsysteme, macht der IITC in der Regel keine Aussagen über solche Ergebnisse.

Die Wahlen von gestern haben jedoch weitreichende Auswirkungen
auf indigene Völker in- und außerhalb der USA, die sich international und in ihren Gemeinschaften für den Schutz ihrer heiligen Stätten, Ökosysteme, Kulturen und Vertragsrechte vor einer aufgezwungenen Entwicklung einsetzen.

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Ein Tag in Lateinamerika

 Plakat Lateinamerikatag16 gr

Am 27. November findet der Thementag ,Lateinamerika' im Rauten-Strauch-Joest-Museum in Köln statt. Ab 10 Uhr erwartet Sie ein facettenreiches Veranstaltungsprogramm mit Lesungen, Workshops, Filmen, Musik und vielem mehr.

INFOE e.V ist mit dabei. In Kooperation mit RJM stellen wir den peruanischen Geschichtenerzähler Wayqui vor, der uns um 15 Uhr mit Erzählungen aus dem Amazonasgebiet und anderen Teilen der Welt verzaubern wird.

Wayqui en Peru

Kommen Sie einfach vorbei und besuchen Sie uns an unserem Infostand. Wir freuen uns auf Sie!

Das Programm können Sie hier herunterladen.

Trauer um Rodolfo Stavenhagen

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Rodolfo Stavenhagen, der erste UN-Sonderberichterstatter über indigene Völker ist am 5. November in seiner Heimat Mexiko-Stadt im Alter von 84 Jahren gestorben. Stavenhagen war 1932 in Frankfurt zur Welt gekommen. Er war unter Anderem stellvertretender UNESCO-Generaldirektor bevor er 2001 durch eine Resolution der damaligen UN-Menschenrechtskommission zum ersten Sonderberichterstatter ernannt wurde. Er war auch maßgeblich an den Verhandlungen um die UN-Erklärung der Rechte der indigenen Völker (UNDRIP) von 2007 beteiligt.

Muere Rodolfo Stavenhagen, defensor de los pueblos indígenas

Großbrand zerstört Cantagallo

 

incendio cantagallo

Foto www.aidesep.org.pe

Lima - Ein Großbrand hat die Siedlung Cantagallo (Distrikt Rímac) zerstört. In der Nacht zu Freitag ist das Feuer im Marktgebäude entstanden. 280 Häuser wurden zerstört. Ca. 500 Familien (2000 Menschen) der indigenen Ethnie der Shipibo haben alles verloren. 

Für weitere Fragen schreiben Sie uns eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr Informationen unter: http://www.aidesep.org.pe/ (auf Spanisch)

catagallo aidesep Foto Carlos Lezama

 Foto Carlos Lezama (www.aidesep.org.pe)

 

Tagung: Wald(klima)schutz nach Paris - Perspektiven und Kontroversen

Zeit: 8. Juli 2016 von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Ort: Uniclub Bonn, Konviktstrasse 9, 53113 Bonn 

Im Pariser Klimaabkommen wird der Schutz von Wäldern als wichtiges Element für den Klimaschutz explizit aufgenommen. Hiermit wird eine Intensivierung der Förderung des Waldklimaschutzes und des REDD+- Mechanismus angestoßen.  Das Pariser Klimaabkommen nimmt jedoch auch erstmals Bezug auf die Menschenrechte, einschließlich der Rechte indigener Völker. Wir wollen daher aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren, ob und wie ein ergebnisorientierter, nachhaltiger und rechtebasierter Waldklimaschutz funktionieren kann und in dieser Hinsicht richtungsweisende Erkenntnisse zusammentragen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem vorläufigen Programm.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 27.6.2016 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Santa Clara Uchunya und FECONAU reichen Klage gegen peruanische Behörden und auf Schutz vor Palmölunternehmen ein

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INFOE veröffentlicht im Rahmen seiner Koordinationsarbeit zu indigenen Territorien in Peru die Pressemitteilung des Verbandes der indigenen Gemeinschaften des Ucayali (FECONAU), Mitgliedsverband von ORAU - AIDESEP – COICA, Jiron Callería No. 772, Yarinacocha, Pucallpa, Peru:

Am 26. Mai 2016 hat die Gemeinschaft der Shipibo von Santa Clara Uchunya und der Verband der indigenen Gemeinschaften von Ucayali (FECONAU) eine Klage gegen die Regionale Landwirtschaftsdirektion Ucayali eingereicht, die sich gegen die Ermöglichung des illegalen Erwerbs von mehr als 5.000 Hektar des traditionell bewohnten Gebietes und seine Umwandlung in Ölpalmplantagen wendet.

Die peruanischen Behörden haben seit vielen Jahren die beantragte Titulierung des traditionellen Territoriums der Gemeinschaft verzögert und dann ohne Wissen der Gemeinde, willkürlich und verfassungswidrig, an mehr als 200 Siedler, sog. „cólonos“, die nicht zur Gemeinschaft gehören, Besitztitel für Ländereien auf dem indigenen Territorium vergeben. Anschließend konnte das Unternehmen Plantaciones Pucallpa diese Titel aufkaufen, obwohl sie damit gesetzlich vorgesehene kollektive Eigentumsrechte der Gemeinschaft verletzten.

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Vertreter indigener Völker warnen in Europa vor Auswirkungen von Palmölgewinnung

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Vom 27. April bis zum 4. Mai 2016 werden indigene Vertreter aus den Tropenwaldländern in Asiens, Afrikas und Südamerikas Brüssel, die Niederlande, Deutschland und Großbritannien bereisen, um bei hochrangigen Politikern und Entscheidungsträgern Bewusstsein für die Folgen zu wecken, die Palmölanbau für die indigenen Völker ihrer Länder hat.

Wer: Franky Samperante und Agus Sutomo aus Indonesien; Ali Kaba aus Liberia; Robert Guimaraes Vasquez und Sedequías Ancon Chávez aus Peru; und Willian Aljure aus Kolumbien
Wann: Mittwoch, 27. April bis Mittwoch 4. Mai 2016
Wo: Mehrere Veranstaltungsorte in Brüssel, Den Haag, Rotterdam Hafen, Bonn, Köln und London

Europas steigende Nachfrage nach Palmöl bedroht die Lebensgrundlagen und das Dasein vieler indigener und Wald vom abhängiger Gemeinschaften in der ganzen Welt. Die schnelle und aggressive Expansion industrieller Ölpalmenplantagen und der damit verbundenen Verarbeitungsfabriken zur Befriedigung der Nachfrage  globaler Märkten nach Speiseölen und Biokraftstoffen erzeugt mehrere Landkonflikte, Vertreibungen, Menschenrechtsverletzungen, Klimaschäden, Waldverlust und Umweltschäden in Südostasien, Lateinamerika und Afrika.

Europa ist ein wichtiger Importeur von Palmöl und damit ein Verursacher der damit verbundenen Abholzung. Palmöl ist in jedem zweiten Produkt in unseren Supermärkten enthalten. Aus Palmöl werden wichtigste Zutaten für Hunderte von verarbeiteten Lebensmitteln, einschließlich Margarine, Schokolade und Eis erzeugt. Palmöl istauch weit verbreitet in industriellen Schmierstoffen, Kosmetika, Shampoos und Waschmitteln sowie in Biokraftstoffen. Betroffene Gemeinschaften und die Zivilgesellschaft in den Erzeugerländern beklagen, dass die derzeitigen freiwilligen Initiativen der Industrie, wie der Runde Tisch für Nachhaltiges Palmöl (RSPO) und umstrittene Klimastandards wie die International Sustainability & Carbon-Certication (ISCC) nicht ausreichen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Sie und die mit ihnen verbündeten europäischen Nichtregierungsorganisationen erklären, dass eine robustere Regulierung der Palmölprodukte , die in die Europäische Union kommen benötigt wird, um die Rechte indigener Völker und die Wälder von denen weltweit 1,5 Milliarden Menschen als Quelle von Nahrung, Wasser, Sicherheit, Niederschlägen und sauberer Luft abhängen, effektiv zu schützen.

Weitere Details und Kontaktinformation finden Sie in englischer Sprache auf der Website des Forest Peoples Programme

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