Nachrichten

Nationalpark vs Kommunalreserve in Yaguas

Jorge Pérez Rubio, Präsident der indigenen Organisation ORPIO, informiert die Weltgemeinschaft über die Sorgen von verschiedenen Gemeinden (Álamo, Primavera, Santa Rosa de Cauchillo y Huapapa an der Grenze zum Putumayo) um die Pläne der peruanischen Regierung, einen Nationalpark in Yaguas (Loreto) einzurichten. Ein Nationalpark in diesen Territorien hätte ein negatives Effekt, denn er würde gegen die Rechte der Indigene stoßen. Diese Völker reklamieren eine "Reserva Comunal" (Kommunalreserve), die ihnen eine direkte Teilnahme am Umweltschutz gewährleisten würde.


Hier können Sie die Verkündigung von Pérez Rubio lesen (auf Spanisch)...


Außerdem finden Sie hier die Stellungnahme von der COICA zu diesem "Kategoriesierungsprozess" (Nationalpark vs Kommunalreserve) in Yaguas...

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Unklare Lage der Shuar-Territorien

Chronik eines unangekündigten Einmarsches

Am 26. Januar hatte sich eine Gruppe junger Journalisten auf den Weg in die Gemeinde Nankints gemacht. Ein vierstündiger Fußmarsch führte sie durch den Amazonas-Wald. Das Ziel der Journalisten war, aufzudecken, worüber Regierung, Medien und offizielle Quellen nicht berichten. Sie wollten in Erfahrung bringen, was in der ecuadorianischen Provinz Morona de Santiago passiert.

Als erstes erreichten sie das Shuar-zentrum Tsumtsuim Tsuim. Dort fanden sie Spuren der „gewaltsamen militärischen Räumung wegen des Bergbauprojektes Panantza San Carlos“, schreibt Dennis De la Cruz, einer der Journalisten. Die indigenen Bewohner waren vertrieben worden und ihre Häuser dienten Polizisten und Soldaten als Stützpunkte. „Es schien, als ob ein Orkan in jedem Haushalt gewütet und alles durchwühlt und die Wertsachen mitgenommen hätte“, so De la Cruz.

Die Gruppe trennte sich, für den Fall, dass die Polizei auftauchte. Ein Teil kehrte mit den gemachten Aufnahmen nach Gualaquiza zurück. Der Rest der Gruppe, bestehend aus drei Frauen und zwei Männern, marschierte 90 Minuten lang weiter bis in die Gemeinde San Carlos de Limón. Das Dorf wirkte wie eine Geisterstadt, in einem verlassenen Haus spielten einige Polizisten Karten. Die unerwarteten Besucher wurden festgenommen und mussten sich mehrmals vor verschiedenen Polizisten ausweisen. Immer wieder wurden sie und ihre Dokumente fotografiert. Nachdem sie verhört worden waren, wurden sie von Agenten der GIR (Grupo de Intervención y Rescate) nach San Juan Bosco eskortiert. Erneut mussten sie sich ausweisen, fotografieren und durchsuchen lassen. Nach unzähligen Kontrollen wurden sie freigelassen.

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Erklärung der COICA zu den aktuellen Geschehnissen in Ecuador

Zutiefst besorgt über die aktuellen Entwicklungen im Konflikt um die Territorien der Shuar in Ecuador, wendet sich die COICA an die ecuatorianischen Regierung und verschiedene internationalen Organisationen, um folgende Ereignisse bekanntzumachen:

  • Mitternächtliche Stürmung des Büros der Shuar-Organisation FICSH und Konfiszierung von Laptops und Computern.
  • Grundlose Verhaftung des Präsidenten der indigenen Organization FICSH Agustín Wachapá. Der Verbleib und der Gesundheitszustand von Herrn Wachapá ist unbekannt.
  • Räumung und Militarisierung der Shuar-Territorien in der Gemeinde Nankints.
  • Verhängung des Ausnahmezustands in der Provinz Morona Santiago.

Hier können Sie die Erklärung der COICA lesen...