Rundreise mit zwei indigenen Vertreterinnen im September 2009
Biologische und kulturelle Vielfalt sind der Schlüssel zu einem wirksamen und nachhaltigen Klimaschutz. Denn je größer die biologische Vielfalt, umso mehr Möglichkeiten hat die Natur sich an Klimaveränderungen anzupassen; und je mehr kulturelle Vielfalt es gibt, umso vielfältigere menschliche Antworten, Strategien und Lebensmöglichkeiten gibt es, um nachhaltig auf den Klimawandel zu reagieren. Für diese Vielfalt stehen indigene Völker, ist doch die biologische Vielfalt in ihren Lebensgebieten am reichsten und stehen sie, die sie 4000 bis 5000 der weltweit über 6.900 Sprachen sprechen, doch für linguistische und damit auch kulturelle Vielfalt auf der Erde.
Doch Vielfalt ist nicht die Sprache der technisch, wissenschaftlich und wirtschaftlich argumentierenden Delegierten aus aller Welt, die auf internationaler Ebene über den Klimaschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt verhandeln. Hier finden die Anpassungsstrategien, das traditionelle Wissen und die nachhaltigen Land-, Wald- und Gewässernutzungspraktiken indigener Völker, ganz zu schweigen von ihren kollektiven Rechten, kaum Berücksichtigung.
Um auf diese komplexen Zusammenhänge hinzuweisen, über sie zu informieren und mit Interessierten und Engagierten zu diskutieren, veranstaltete INFOE eine Rundreise vom 3. bis zum 13. September. 10 Tage waren Mitarbeiterinnen des INFOE mit Monica Chují aus Ecuador und Jennifer Rubis aus Malaysia in Deutschland unterwegs, um diverse Zielgruppen in unterschiedlichen Veranstaltungen über die Rolle und den Beitrag indigener Völker zum Erhalt der biologischen Vielfalt und den Klimaschutz zu informieren und zu sensibilisieren.
Lesen Sie hier den spannenden Bericht mit eindrucksvollen Fotos
© 2012 INFOE - Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie
Fotos © Pedro Cona; Christian Erni, IWGIA; Erich Kasten; Anthony Lamunda, FEMAPO; Sabine Schielmann; Kathrin Wessendorf IWGIA. All Rights Reserved.
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