Bericht Veranstaltung ‚Wo werden wir leben?‘, 12.12.2016, Berlin

Am 12.12.2016 fand in den Räumen des FDCL in Berlin die Veranstaltung „Wo werden wir leben?“ mit zwei indigenen VertreterInnen aus der Gemeinschaft von Sta. Clara de Uchunya in Ucayali, die sich gegen die Bedrohung ihres traditionellen Territoriums durch Palmölplantagen wehren.

Die Veranstaltung fand an der Schnittstelle zweier INFOE Projekte zur Rolle indigener Gemeinschaften als Partner für nachhaltige Entwicklung und der Bedeutung indigener Territorien im deutschen Wald-, Klima- und Landschutz in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) und dem Klima-Bündnis statt. Der wichtige Beitrag den indigene Völker zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten, muss einhergehen mit der Sicherung ihre Rechte auf Land, Ressourcen und eine selbstbestimmte Entwicklung.

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Vielfältige Perspektiven zum Walderhalt beim Workshop ‚Wälder im Klimawandel‘ in Bonn

Am 26. und 27. Oktober 2016 fand im Münster Carré in Bonn ein Workshop zum Thema „Wälder im Klimawandel“ statt, der in Kooperation zwischen der AG Wald des Forum Umwelt und Entwicklung und dem INFOE durchgeführt wurde. Es nahmen insgesamt 44 Vertreter*innen von Umwelt- und Naturschutzverbänden, entwicklungspolitischen NROs, Ministerien, Institutionen der EZ und der Wissenschaft teil.

Zentrale Themen der angeregten Diskussionen waren das Engagement der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im internationalen Walderhalt, insbesondere das REDD Early Mover Programm in Acre sowie die ‚Bonn Challenge‘, eine 2011 entstandene Plattform für den Wiederaufbau von Wäldern. Weitere spannende Themen waren der Beitrag und die Rolle von Wäldern zum Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel. Fragen zur Beteiligung indigener und lokaler Waldbewohner*innen und ihren Rechten wurden besonders im Zusammenhang mit der Umsetzung des REM Programms in Acre diskutiert, das über ein spezielles Benefit-Sharing-System insbesondere auf der lokalen Ebene greifen soll.

Weitere Informationen zum Programm des Workshops und den Präsentationen finden Sie auf der Webseite des Forum Umwelt und Entwicklung unter http://www.forumue.de/workshop-waelder-im-klimawandel/.

 

Parlamentarisches Frühstück zu REDD+ und Pariser Klimaabkommen

Gemeinsam mit den SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriela Heinrich und Marco Bülow sowie mit der Waldschutzorganisation ProRegenwald hatte INFOE am 28. September 2016 zu einem parlamentarischen Frühstück im Berliner Paul-Löbe-Haus zu menschenrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Umsetzung der SDGs 13 und 15 sowie des Pariser Klimaabkommens, mit einem Schwerpunkt auf dem REDD+-Mechanismus, eingeladen.

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Perspektivenvielfalt bei der Konferenz „Wald(klima)schutz) nach Paris: Perspektiven und Kontroversen“ am 8. Juli 2016 in Bonn

VertrerInnen unterschiedlicher Organisationen, Akteure und Interessenträger mit entsprechend diversen Erfahrungen und Perspektiven hatten sich zur von INFOE organisierten Konferenz im Universitätsclub Bonn eingefunden, um die fördernden Faktoren, Herausforderungen und Hindernisse in der Umsetzung eines rechtebasierten Wald(klima)schutzes zu diskutieren.

Die Konferenz knüpfte an frühere Konferenzen und Workshops des INFOE zu verwandten Themen an und führte den Diskurs zu einem menschenrechtsbasierten Ansatz zur Walderhaltung fort. Mit der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens sowie der Agenda 2030 und den darin verankerten Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), hat die internationale Gemeinschaft 2015 konkrete Ansätze und ambitionierte Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, den Wald- und Klimaschutz vereinbart. Diese sollen zur Lösung von Umweltproblemen, wie dem Klimawandel, Entwaldung, Landraub und der nicht-nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen beitragen. Das Verständnis für die Rolle indigener Völker sowie die notwendige Berücksichtigung ihrer Rechte in diesem Zusammenhang zu fördern war ein zentrales Anliegen der Konferenz. Neben dem Austausch über praktische Erfahrungen, war es das Ziel der Konferenz, Beobachtungen und Impulse für einen rechtebasierten Wald(Klima)schutz zusammen zu tragen, um diese in den Prozess der Umsetzung einzelner SDGs (wie SDG 13 und 15.2) der Agenda 2030 sowie des Pariser Abkommens einfließen zu lassen.

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Tagungsbericht "Wird der Wald für den Klimaschutz verheizt?"

Bericht der Tagung vom 12. Juni 2015 im LandesMuseum Bonn zum Thema:

"Wird der Wald für den Klimaschutz verheizt?

Die Ressource Wald im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen und die Vorschläge indigener Völker"

Am 12. Juni 2015 fand im LandesMuseum in Bonn die vom Institut für Ökologie Aktions-Ethnologie (INFOE) in Kooperation mit dem Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder (kurz Klima-Bündnis) und der Stadt Bonn organisierte Tagung zum komplexen Thema des Waldschutzes in Zeiten des Klimawandels statt. Die Tagung wurde gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie mit Mitteln von Misereor und der Europäischen Kommission finanziert.

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Bericht des FPIC-Fachgesprächs vom 8. Oktober 2014

Reger Zulauf und wegweisende Vorschläge beim öffentlichen Fachgespräch zum Thema

Menschenrechte indigener Völker:  Das Recht auf freie, vorherige und informierte Zustimmung

 

Am 8. Oktober fand in der Schleswig-Holsteinischen Landesvertretung in Berlin das Fachgespräch mit der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen zu den Rechten indigener Völker, Victoria Tauli-Corpuz, statt. Es wurde gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und INFOE organisiert und war mit mehr als 70 Teilnehmenden sehr gut besucht. An der anregenden Podiumsdiskussion nahmen weiterhin die Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe (SPD) und Tom Koenigs (Bündnis90/Die Grünen) sowie der Ansprechpartner für indigene Angelegenheiten im BMZ Menschenrechtsreferat, Martin Ondrejka, teil. Moderiert wurde das Fachgespräch von Dr. Theodor Rathgeber.

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Tagungsbericht: Rohstoffausbeute und indigene Rechte in der Transformation 8.-10. November 2013

Vom 8. bis 10. November 2013 fand in der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte die von INFOE in Kooperation mit der Akademie Villigst und dem Klima-Bündnis organisierte Tagung zur Frage Rohstoffausbeute und indigene Rechte in der Transformation: Zahlen indigene Völker den Preis für den notwendigen Wandel? statt.

An der Tagung nahmen indigene und internationale Vertreter/innen von den Philippinen und aus Kamerun teil und berichteten über menschenrechtliche Probleme im Zusammenhang mit Bergbau in ihren Ländern und Regionen. Die intensiven Diskussionen wurden durch Beiträge von Vertreter/innen des BMZ, von RWE, der NROs und der Wissenschaft bereichert. Das Ziel der Tagung war, neben dem Informationsaustausch, insbesondere die Erarbeitung konkreter Strategien und Vernetzungsmöglichkeiten für die weitere Arbeit zum Thema.

Die Tagung wurde gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst, Misereor und die Bundeszentrale für politische Bildung.

Panel 2  von links: Theodor Rathgeber, Minnie Degawan, Heidi Feldt, Martin Ondrejka. Foto © Kerstin Gralher

Panel 2 v.l.: Theodor Rathgeber, Minnie Degawan, Heidi Feldt, Martin Ondrejka. Foto ©Kerstin Gralher

 

Ein ausführlicher Bericht der Tagung kann HIER heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zur Tagung, sowie das Programm, finden Sie HIER.