Indigene Völker, Wälder und das Klima

Fünfte Iserlohner Tagung zu Rechten indigener Völker Im Jahr 1989 hat ein von nahezu allen deutschen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen unterzeichnetes 'Regenwald-Memorandum' die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Politik auf die Zerstörung der tropischen Regenwälder gelenkt und ein breite Diskussion darüber angestoßen. Achtzehn Jahre später ist die Lage noch viel dramatischer geworden. Heute sind es nicht mehr nur Holzeinschlag, Rinderfarmen, Sojaplantagen und Bodenschatzabbau, die den Verlust an Wäldern verursachen. Auch die im Zuge der Klimadebatte forcierte Energieerzeugung aus Biomasse treibt die Vernichtung der verbliebenen Naturwälder weiter voran. Viel zu wenig ist bisher beachtet worden, dass Wälder auch Lebensräume indigener Völker mit ihren oft einzigartigen Kulturen sind. Mit der Naturzerstörung geht auch Kulturzerstörung einher und nicht selten steht das physische Überleben der Bewohner auf dem Spiel. Nur allmählich gewinnt die Einsicht Raum, dass die Vernichtung von derartigen Ökosystemen auch Menschenrechtsverletzungen darstellen. Die fünfte Iserlohner Tagung zu den Rechten indigener Völker will das Spannungsfeld von ökologischen und menschenrechtlichen Dimensionen in den Blick nehmen und in den Mittelpunkt ihrer Erörterungen stellen. Vertreter indigener Völker, Völkerrechtsexperten, sowie Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Zivilgesellschaft und Politik diskutieren kontrovers und konstruktiv über die politische und menschenrechtliche Diskussion von Klimawandel und Schutz der Wälder. Download des Programms Weitere Informationen und Online-Anmeldung unter http://www.kircheundgesellschaft.de/veranstaltungen