Im Fadenkreuz von Bolsonaro

Bolsonaro-Regierung droht mit dem Ausstieg aus der ILO-Konvention 169, um industrielle Landwirtschaft, Bergbau und Wasserkraftnutzung in indigenen Territorien Brasiliens durchzusetzen.

Von Camila de Abreu und Christian Russau

Die deutsche Bundesregierung hat in ihrem aktuellen Koalitionsvertrag festgehalten, dass es in dieser Legislaturperiode zu einer Unterzeichnung und Ratifizierung seitens Deutschlands der ILO-Konvention 169 zum Schutze der Rechte Indigener geben würde. Dies wäre ein starkes Zeichen, an andere Länder, wie beispielsweise Brasilien, das einer von Deutschlands sogenannten strategischen Partnern ist, deren aktueller Präsident, der rechtsextreme Hauptmann a.D., Jair Bolsonaro, unverhohlen damit droht, dass Brasilien aus der Konvention 169 austrete.

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Amazonía viva, humanidad segura

An dem heutigen 22. September 2017 erklären wir unsere Solidarität mit den indigenen Gemeinschaften und Organisationen Amazoniens, die sich auf für den Erhalt ihrer Territorien einsetzen und gegen die Verseuchung und Zerstörung, aber auch die Fremdbestimmung über ihr Land und ihre Wälder Widerstand leisten müssen.

Trumps Wahl: International Indian Treaty Council ruft zur Wachsamkeit auf.

Statement von Andrea Carmen, Geschäftsführerin des International Indian Treaty Council

9. November 2016

"Heute ist ein Tag
nüchternen Abwägens für indigene Völker, Menschenrechte und Verteidiger der Erde und Verbündete in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt. Als multiregionale indigene Organisation, die Nationen, Völker und Regierungen vertritt, die älter sind als die derzeitigen Nationalstaaten und ihre Wahlsysteme, macht der IITC in der Regel keine Aussagen über solche Ergebnisse.

Die Wahlen von gestern haben jedoch weitreichende Auswirkungen
auf indigene Völker in- und außerhalb der USA, die sich international und in ihren Gemeinschaften für den Schutz ihrer heiligen Stätten, Ökosysteme, Kulturen und Vertragsrechte vor einer aufgezwungenen Entwicklung einsetzen.

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Trauer um Rodolfo Stavenhagen

 

Rodolfo Stavenhagen, der erste UN-Sonderberichterstatter über indigene Völker ist am 5. November in seiner Heimat Mexiko-Stadt im Alter von 84 Jahren gestorben. Stavenhagen war 1932 in Frankfurt zur Welt gekommen. Er war unter Anderem stellvertretender UNESCO-Generaldirektor bevor er 2001 durch eine Resolution der damaligen UN-Menschenrechtskommission zum ersten Sonderberichterstatter ernannt wurde. Er war auch maßgeblich an den Verhandlungen um die UN-Erklärung der Rechte der indigenen Völker (UNDRIP) von 2007 beteiligt.

Muere Rodolfo Stavenhagen, defensor de los pueblos indígenas

Zum Internationalen Tag der Indigenen Völker 2016

Indigene Völker fordern das Recht auf Bildung sowie die Anerkennung der eigenen Kultur und Territorien

Köln und Frankfurt am Main, 9. August 2016. Der Internationale Tag der Indigenen Völker ist dem Recht auf Bildung der indigenen Bevölkerung gewidmet, das durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Konvention-Nummer 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und durch den Artikel 14 der Erklärung der Vereinten Nationen (UN) über die Rechte Indigener Völker geschützt wird.

Auch die im letzten Jahr verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele (SDGs) fordern den gleichberechtigten Zugang zu allen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung für alle Menschen. Darüber hinaus wird in einem Unterziel (SDG 4.7) festgestellt, dass Kultur eine grundlegende und transformierende Dimension der nachhaltigen Entwicklung darstellt. Aus der Hintergrundinformation der UN zum Tag der Indigenen Völker 2016:

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Stellenausschreibung: Projektkoordinator/in im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte

Die von INFOE getragene Intitative GegenStrömung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Projektkoordinator/in für das Thema Wirtschaft und Menschenrechte mit den Schwerpunkten Außenwirtschaftsförderung und Staudämme.

 

Wer wir sind:

GegenStrömung ist eine Iniative, die aus der Kampagne zur Hermesbürgschaft für den Ilisu-Staudamm entstanden ist. Sie setzt sich für die stärkere Berücksichtigung der Menschenrechte durch deutsche Akteure bei ihren wirtschaftlichen Tätigkeiten im Ausland ein. Schwerpunktthemen sind die staatliche Außenwirtschaftsförderung und die menschenrechtlichen Folgen von Staudämmen, an denen deutsche Unternehmen und Finanzdienstleister beteiligt sind (z. B. Ilisu-Staudamm in der Türkei, Belo Monte-Staudamm in Brasilien). Rechtsträger von GegenStrömung ist das Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (INFOE) e.V., Melchiorstr. 3, 50670 Köln.

Was ansteht:

  • Beobachtung der oben genannten Politikfelder auf nationaler und internationaler Ebene sowie ihre Bewertung aus menschenrechtlicher Perspektive

  • Strategieentwicklung und Beteiligung an der Neuausrichtung der Arbeit im Bereich gerechte und nachhaltige Weltwirtschaft

  • Durchführung von Aktivitäten in den Bereichen Lobbyarbeit, Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit

  • Mitarbeit in nationalen und internationalen Netzwerken

  • Website gestalten und pflegen

  • Finanzanträge stellen und abrechnen


 

Wen wir suchen:

Wir suchen eine/n Mitarbeiter/in mit abgeschlossenem Hochschulstudium, Erfahrung in den oben genannten Themengebieten und NGO-Arbeit sowie Interesse an weltwirtschaftlichen Zusammenhängen. Neben Fachkenntnissen in den Bereichen Entwicklungspolitik, Wirtschaft und Menschenrechte erwarten wir die Fähigkeit zu eigenverantwortlichem, fristgerechtem Arbeiten in Absprache mit dem Team, Erfahrung im Projektmanagement, sehr gutes Ausdrucksvermögen auf Deutsch und Englisch sowie gute kommunikative Fähigkeiten und sicheres Auftreten gegenüber Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik.

Was wir bieten:

Wir bieten eine sozialversicherte Tätigkeit im Umfang von 20 Wochenstunden in Heimarbeit mit häufigen Terminen in Berlin und Umgebung bei einer monatlichen Vergütung von 1.500 bis 1.700 EUR je nach Berufserfahrung und Familienstand. Die Stelle ist zunächst auf 6 Monate befristet mit Aussicht auf Verlängerung um ein Jahr. Die dauerhafte Fortführung der Stelle wird angestrebt.

Bewerbungsschreiben einschließlich des unter www.gegenstroemung.org abrufbaren Bewerbungsbogens bitte bis zum 16.5.2014, 12 Uhr an Heike Drillisch, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 0331 – 7048 212. Postadresse: GegenStrömung, z. Hd. Heike Drillisch, Siemensstr. 10, 14482 Potsdam.