Bundestag beschließt Ratifizierung der ILO-Konvention zum Schutz Indigener Rechte

Bündnis begrüßt wichtigen Schritt des Parlaments

Berlin, 15. April 2021. Der Bundestag verabschiedet heute das Ratifizierungsgesetz über die Konvention Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zum Schutz der Rechte indigener Völker und erfüllt damit eine Vereinbarung des Koalitionsvertrags. Der Koordinationskreis ILO 169 sieht darin einen entscheidenden Schritt, die Rechte indigener Völker zu stärken. Die Konvention garantiert indigenen Völkern ihre Rechte auf Erhalt der kulturellen Identität, auf Beteiligung an staatlichen Entscheidungen sowie auf Land und Ressourcen.

Indigene Völker werden auch heute noch politisch, wirtschaftlich und sozial stark benachteiligt. „Mit der Ratifizierung der ILO-Konvention 169 setzt Deutschland ein starkes Zeichen der Solidarität mit indigenen Völkern. Jetzt kommt es darauf an, ihre Rechte auch ganz konkret zu schützen“, sagt Dagmar Pruin, die Präsidentin von Brot für die Welt. „In vielen Teilen der Welt ist der Lebensraum indigener Völker bedroht – durch die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien, durch Lithiumgewinnung in Bolivien oder durch Palmölanbau in Indonesien.“ Seit Ausbruch der CoronaPandemie haben sich die Lebensbedingungen indigener Völker weltweit noch verschlechtert, weil sie oft keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten haben.

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Brasiliens Indigene informieren UN-Sonderberichterstatterin über die Situation von Menschenrechtsverteidiger:innen in Brasilien

Die gefährliche Situation der Menschenrechtsverteidiger:innen in Brasilien wird heute Thema der 46. ordentlichen Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen sein.

Derzeit tagt der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, wegen der Pandemie größtenteils virtuell. Dennoch sind die Treffen für die zivilgesellschaftlichen Organisationen von enormer Bedeutung, um auf die brenzlige Situation der Menschenrechte aufmerksam zu machen. Nachdem bereits vergangene Woche der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Michael Fakri, über die verheerenden Verletzungen der Ernährungssouveränität und -sicherheit in Brasilien wegen der Pandemie und der gezielten Untätigkeit der rechtsextremen Regierung von Jair Bolsonaro von zivilgesellschaftlichen Organisationen Brasiliens in Kenntnis gesetzt wurde, steht für diesen Montag, 8. März, die Teilnahme der jungen Indigenen Sthefany Tupinambá am Interaktiven Dialog mit der Sonderberichterstatterin über die Situation von Menschenrechtsverteidigern, Mary Lawlor, an. Die Veranstaltung begann am Freitag, dem 5. März, und wird heute als Teil des Terminkalenders der indigenen und indigenistischen Organisationen in der 46. ordentlichen Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen fortgesetzt. Dies berichtet der Indigenenmissionrat CIMI auf seiner Webseite

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Jetzt Online: Indigene Wege

Wandel-Erfahrungs-Geschichten indigener Gemeinschaften zu den nachhaltigen Entwicklungszielen

2015 beschloss die internationale Staatengemeinschaft die nachhaltigen Entwicklungsziele – Sustainable Development Goals (kurz als SDG bekannt) – als zentralen Bestandteil der Agenda 2030 zur „Transformation unserer Welt“. Seitdem sind eine Reihe von SDG-Fibeln entstanden. Wie diese Fibeln möchten die ‚Wandel-Erfahrungs-Geschichten‘ (WEGe) aus indigenen Gemeinschaften in der Broschüre ‚Indigene WEGE‘ Menschen inspirieren, ihre Möglichkeiten für nachhaltige Entwicklung zu entdecken. Sie möchten anregen, den notwendigen Wandel innovativ und zum Wohl aller mitzugestalten.

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Bundeskabinett macht den Weg frei für die Ratifizierung der ILO-Konvention 169 für Indigene Rechte durch den Deutschen Bundestag

Künftige Ratifizierung der ILO 169 durch die Bundesrepublik Deutschland ist ein bedeutsamer Schritt hin zur Verwirklichung der Rechte indigener Völker und ein wichtiges Zeichen in Richtung der Bolsonaros dieser Welt.

Das Bundeskabinett hat auf seiner 123. Sitzung am 2. Dezember 2020, wie es auf der Webseite der Bundesregierung heißt: „ohne Aussprache beschlossen“, dem „Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 27. Juni 1989 über eingeborene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern“ den Weg frei zumachen. Damit wird es im Deutschen Bundestag und im Bundesrat eine Abstimmung über die Ratifizierung der ILO-Konvention 169 geben. Somit wird endlich dem Umstand Rechnung getragen, dass die Rechte Indigener Völker besonders schützenswert sind – und ein jahrzehntelanges Anliegen zivilgesellschaftlicher Organisationen erreicht damit ein wichtiges Etappenziel. Denn die Bundesrepublik Deutschland wird durch die nun beschlossene Einigung auf eine künftige Ratifizierung auch all jenen Regierungschefs weltweit – die aktiv gegen Indigene Rechte vorgehen und die wie beispielsweise ein Bolsonaro, der Indigenen „keinen Zentimeter Land mehr zugestehen“ will und der Brasiliens Ratifizierung der ILO-Konvention 169 aus dem Jahre 2004 am liebsten wieder aufkündigen würde -,dies würde also all jenen Regierungschefs weltweit eine klare Ansage über die Wichtigkeit der ILO-Konvention 169 machen.

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Online Diskussionsrunde: Junge Stimmen für nachhaltige Zukunft

INFOE, gemeinsam mit dem Institut für Ethnologie und dem Global South Study Center der Universität Köln laden Sie zur Online Diskussionsrunde

Young Voices: Envisioning Sustainable Futures

am 7.12.2020 von 14:00 bis 16:00 Uhr ein.

Angesichts globaler Krisen wie dem Verlust biologischer Vielfalt, dem Klimawandel sowie der aktuellen Corona-Krise und damit verbundener apokalyptischer Vorhersagen der Zukunft, setzen sich viele junge Menschen für alternative Lebensweisen ein. Diese Diskussionsrunde bringt vier junge Aktivist*innen aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen, die alle inspiriert sind, eine gerechtere, fürsorglichere und nachhaltigere Zukunft zu gestalten.

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Zum Tag der indigenen Völker: Globale Kampagne gegen Kriminalisierung

Anlässtlich des Tags der Indigenen Völker am 9. August haben international führende Vertreter unter Leitung der ehemaligen UN-Sonderberichterstatterin Victoria Tauli-Corpuz offiziell die weltumspannende Kampagne gegen Kriminalisierung indigener Völker gestartet.

Auf  Website der Kampagne zeigt eine Datenbank die Häufigkeit von Bedrohungen, willkürliche Festnahmen, illegalen Freiheitsentzug, fabrizierte Anschuldigungen und Verleumdungskampagnen in den Jahren 2017 bis 2019

Aus einer beim Startevent von Joan Carling präsentierten Analyse geht hervor dass im Zuge von COVID-19 Angriffe und Kriminalisierung Indigener im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen haben. An der Spitze bei den Tötungen steht dabei mit weitem Abstand Kolumbien. Die Kampagne bereitet derzeit die Veröffentlichung eines Berichts über die Auswirkungen von COVID-19 vor.

Für die kommenden Tage sind weitere Online-Events geplant, die Einzelaspekte des Themas beleuchten. Anmelden kann man sich unter bit.ly/IPRI-From-the-Margins

 

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Vales Rückzug vom Ausstieg? Bergbau in Indigenen Territorien doch weiterhin auf der Konzernagenda?

Entgegen vorherigen Aussagen scheint Vale am Bergbau in Indigenen Territorien doch weiter festhalten zu wollen.

Recherchen der brasilianischen Seite von „The Intercept“ legen nahe, dass der brasilianische Bergbaukonzern Vale entgegen Aussagen auf der Aktionärsversammlung vom 30. April dieses Jahres doch weiterhin auf künftigen Bergbau in indgenen Territorien in Brasilien setzen würde.

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