Unsere Partnerin in Uganda, Esther Atem, die uns vor Kurzem besucht hat, arbeitet bei der Organisation I CAN SOUTH SUDAN (ICSS) zur Unterstützung von Kindern in Bidi-Bidi im Nordwesten Ugandas, dem zweitgrößten Flüchtlingslager der Welt. Es ist das Zuhause von über 270.000 Flüchtlingen aus dem Südsudan und dem Kongo. Einst war es ein Symbol für Sicherheit und Hoffnung. Nun verwandelt es sich langsam in eine permanente Stadt, in der Kinder ihrer Kindheit beraubt werden.

Einige Kinder haben ihre Eltern durch Krieg verloren oder wurden von ihnen getrennt. Andere leben mit Leuten, die auf sie aufpassen sollten, die aber überfordert sind oder einfach nicht die Möglichkeit haben, für das Nötigste der Kinder zu sorgen. Manche Eltern sind noch am Leben, bekommen aber nur wenig oder keine Unterstützung. Das bedeutet, sie können ihren Kindern nicht das Nötigste, wie Essen, Seife, Handtücher oder Schulsachen, besorgen. Wir bei ICSS, einer von Flüchtlingen geführten Organisation, geben unser Bestes, Hoffnung zurückzubringen. In kleinen kinderfreundlichen Bereichen versammeln wir Kinder täglich, um Geschichten zu erzählen, zu singen und bieten ihnen psychologische Hilfe an. Allerdings sind wir stark unterbesetzt und müssen hilflos mit ansehen, wie Kinder um Hilfe bitten, wir sie ihnen aber nicht geben können. 

Es fehlen grundlegende Dinge wie sanitäre Utensilien, Essen und Kleidung. Kinder müssen barfuß auf steinigem Gelände herumlaufen. Mädchen haben keinen Zugang zu Hygieneartikeln während ihrer Menstruation, weshalb sie Unterricht verpassen, da sie sich schämen. Auch die Lunchpakete, die wir verteilen, reichen nicht aus, um die Kinder ausreichend zu ernähren. 

Allgemein wird die Schulbildung vernachlässigt. Viele Familien können sich keine Schulsachen leisten. Außerdem verlassen viele Kinder die Schule mit 13 oder 14 Jahren, um unter anderem in den gefährlichen Minen zu arbeiten. Manche Mädchen werden in Ehen gezwungen, um Geld für die Familie zu erhalten. Hinzu kommt, dass die kinderfreundlichen Orte keine intakten Spielgeräte oder Erste-Hilfe-Artikel besitzen. Für Kinder mit Beeinträchtigungen, gibt es nicht die nötige Unterstützung.

Eltern, gestresst und traumatisiert, wenden sich dem Alkohol zu und vernachlässigen ihre Kinder. Junge Mädchen haben kleine Unternehmen, um ihre Familie zu unterstützen und gehen nicht mehr zur Schule. 

All diese Umstände führen dazu, dass das Leben der Kinder in Bidi-Bidi immer gefährlicher wird. Dies und der sexuelle Missbrauch hat auch schon zu Selbstmorden, vor allem unter Frauen und Mädchen, geführt. Wir bitten Sie daher um Ihre Unterstützung. Kein Mädchen sollte mehr die Schule verlassen. Kein Kind sollte mehr hungrig zu Bett gehen. Helfen, Sie die Kindheit dieser Kinder zu retten. Kinder deren Leben schon genug von Traumata und Verlust geformt wurde. Diese Kinder sind keine Statistik. Ihre Träume warten darauf, genährt zu werden. Ihre Zukunft wartet darauf, erschaffen zu werden. Mit Ihrer Hilfe können wir ihr Recht darauf, in Sicherheit zu lernen, zu spielen und zu wachsen, wiederherstellen.

Der offizielle Spendenaufruf auf Englisch ist hier als PDF zu finden.

Foto: „I Can South Sudan“

Lassen Sie uns für die Kinder in Bidi-Bidi da sein. Lassen Sie uns gemeinsam ihnen die Zukunft schenken, die sie verdient haben. 

Spenden Sie direkt an I CAN SOUTH SUDAN per paypalPayPal: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=XUCSKC8L5ECJ2  oder an INFOE unter dem Kennwort BidiBidi, wir machen eine Sammelüberweisung.Weitere Infos im Text von Esther Atem und auf der Webseite von I Can South Sudan https://icansouthsudan.org/