In diesem Jahr war INFOE auf der BNE-Fachtagung des Kölner BNE-Netzwerkes am 5.3.2026 an der Uni zu Köln aktiv vertreten. Akteur*innen für Bildung für nachhaltige Entwicklung und Interessierte kamen aus ganz NRW und über die Landesgrenzen hinaus zusammen, um sich über eine zukunftsorientierte Gestaltung von Bildung und Institutionen auszutauschen. Nach einem inspirierenden Eingangsplenum, bei dem für einen gemeinsamen Austausch auf Augenhöhe und eine in die Praxis umgesetzte Wissenschaft plädiert wurde, ging es los mit dem „Markt der Möglichkeiten“, bei dem auch INFOE mit einem Informationsstand vertreten war. Hier konnten die Besuchenden einen Eindruck von den unterschiedlichen Vereinen und Bildungsangeboten bekommen.
Das Team von INFOE war begeistert über die vielen interessierten Menschen, mit denen wir uns im Laufe des Tages über die unterschiedlichsten Themen an unserem Stand austauschen durften. Interessierte kamen aus diversen Bildungsbereichen und wir haben die Gespräche als sehr bereichernd wahrgenommen. Durch Fragen wie „Was macht INFOE eigentlich?“, „Eignen sich INFOE-Materialien für Grundschulen oder das Berufskolleg?“ und „Wie kann man das Wissen indigener Gemeinschaften am besten in den Unterricht integrieren?“ haben wir einen regen Austausch mit den Besuchenden geführt und konnten Erfahrungen und Ideen teilen.
Nach dem Austausch am Vormittag folgte eine erfrischende Mittagspause. Gut gestärkt konnten wir anschließend in unseren eigenen Workshop starten. Sehr erfreut über das sonnige Wetter an diesem Tag haben wir uns dazu entschieden, den Workshop im Freien abzuhalten, um das Outdoor-Modul zu Storytelling interaktiv vorzustellen. Den Teilnehmenden schien dies auch zuzusagen. Des Öfteren fiel der Satz: „Da habe ich mir ja genau den richtigen Workshop ausgesucht!“
Da unser Workshop die Methodik des Storytellings behandelte, inspiriert durch Praktiken der indigenen Karen aus Thailand, haben wir mit einer Vorstellungsrunde gestartet. Hier hatten die Teilnehmenden etwas Zeit, um in der nahen Umgebung einen Naturgegenstand zu finden, der sie selbst und ihre Geschichte repräsentiert. Danach folgte eine Runde, in der sich alle kurz mit ihren Gegenständen vorstellten und erzählen konnten, warum sie sich für diesen Workshop und ihren Gegenstand entschieden hatten. An Gegenständen war alles mit d

®PASD-Pgakenyaw Association for Sustainable Development: Schüler-Zeichnung aus MaeYod
abei: von Blumen und Blättern über Äste, Federn und Kronkorken – die Teilnehmenden fanden eine große Vielfalt und entwickelten spannende Assoziationen mit ihren eigenen Geschichten.
Danach ging es mit einem kleinen Einstieg über die Karen und ihre Praktiken wie das Rotational Farming weiter. Da der Workshop das Storytelling behandelte, durfte natürlich auch eine Geschichte nicht fehlen. Um die Geschichte interaktiv für die Teilnehmenden zu erzählen, bekamen alle eine entsprechende Rollenkarte.
Es handelte sich um die Geschichte von Frau Frosch und Frau Reh, die bei den Karen erzählt wird, um den jüngeren Generationen kollektives Wissen aus der Gemeinschaft zu vermitteln. Alle Teilnehmenden stellten sich entsprechend ihrer Rollenkarten in einer Reihe auf und hatten großen Spaß daran, die Geschichte durch ihre Körper, Gestik und Mimik mitzuerleben und darzustellen, während sie erzählt wurde. Für das interessierte Lehrpersonal aus der Runde bot diese Art der erzählenden und interaktiven Wissensvermittlung einen spannenden Ansatz für künftige Unterrichtsstunden.
In einer anschließenden Feedbackrunde konnten sich die Teilnehmenden über den Workshop und die vorgestellte Praxis des Storytellings austauschen und dem Team rückmelden, wie sie sich dabei gefühlt haben. Dabei gab es auch kritische Fragen zur Verwendung und Interpretation von Geschichten aus indigenen Kulturen.
Wir haben diesen Workshop und die Aufgeschlossenheit der Teilnehmenden für unsere Methoden als ausgesprochen bereichernd wahrgenommen. Wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die Interesse an unserem Workshop gezeigt und ihre Geschichten und Erfahrungen mit uns geteilt haben. Durch eure Geschichten und euer bereicherndes Feedback konnte unser Workshop wortwörtlich zum Leben erweckt werden und wir durften neue Denkanstöße und Ideen für unsere Arbeit dazugewinnen.
Das Modul zum Storytelling mit Geschichten der Karen kommt bei einer Schüler*innen-Akademie in Kooperation mit dem Zoo Krefeld am 25.6.2026 zum Einsatz. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an sabine@infoe.de
von Friederike Heidelberg, INFOE-Praktikantin

