Indigene und SDGs

Im Mittelpunkt des Projekts zur Sichtbarmachung der Erfahrungen, des Wissens und der Praktiken indigener Völker zu nachhaltiger Entwicklung und der Erreichung der 17 SDG in der Bildung für nachhaltige Entwicklung stand in 2019 und 2020 die Erarbeitung einer Broschüre mit dazugehörigen Handreichungen. 

                                 

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In 17 Geschichten aus 16 verschiedenen Ländern erzählen indigene Gemeinschaften anhand ihrer lokalen Praktiken und Initiativen, welche Bedeutung für sie kulturelle Werte wie Respekt vor der Natur, das Teilen in einer Gemeinschaft und lokal tradiertes Wissen für eine gesunde und resiliente Gesellschaft und eine nachhaltige Lebensweise haben. 

Die Handreichungen (rechts) dienen für Lehrende, Multiplikator*innen und weitere Akteur*innen der Bildungsarbeit als Inspiration, sich in ihrer Arbeit mit den 17 Zielen zur Nachhaltigen Entwicklung und ihren Inhalten zu beschäftigen und die Geschichten aus indigenen Gemeinschaften als Motivation zu sehen.

In unserem Blog 'Indigenes Wissen und nachhaltige Entwicklung' sind Kurzversionen der 17 Wandel-Erfahrungs-Geschichten, außerdem weitere Informationen zum Beitrag indigener Gemeinschaften zu den SDGs zu finden. Auch berichten wir dort über Unterrichtseinheiten, die im Rahmen des Projektes stattgefunden haben. 

In bisher 15 Veranstaltungen - Unterrichtseinheiten an weiterführenden Schulen über Seminare mit Universitätsinstituten bis hin zu Paneldiskussionen mit internationalen Referierenden - haben indigene Vertreter*nnen ihre Erfahrungen mit den Teilnehmenden geteilt. Gemeinsam haben wir diskutiert und reflektiert: Welche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich aus den Erfahrungen und dem Wissen indigener Gemeinschaften für die Menschen in Deutschland? Wie haben sich die Perspektiven konkret verändert? Wie kann unser Beitrag hier in Deutschland besonders aktuell in der Corona-Pandemie durch ein verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln zum Erhalt indigenen Wissens und ihrer Kulturen beitragen?

Druckexemplare der beiden Publikationen können bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.

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Außerdem ist im Rahmen der Entwicklungspolitischen Diskussionstage im Mai 2020 ein Briefing Paper zu indigenen und formalen Wissenssystemen im Katastrophenmanagement und der COVID-19 Pandemie entstanden. 

Das Paper, das in Kooperation zwischen dem SLE-Team und INFOE entstanden ist, zeigt auf, dass der Schlüssel zur Lösung heutiger Probleme und Krisen, wie dem Klimawandel, dem Verlust der biologischen Vielfalt und auch der Covid-19-Pandemie, in der Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Wissensträger*innen und Wissensschaffer*innen aus unterschiedlichen Kulturen, mit vielfältigen Erfahrungen, Wissenssystemen und Weltbildern liegt.

Ankündigung Projekt ‚Indigene Völker, nachhaltige Entwicklung und SDGs‘

Im März 2016 hat INFOE mit einem neuen Projekt begonnen, mit dem wir einen Beitrag leisten möchten zu konkreten Schritten einer wirksamen, nachhaltigen und menschenrechtsbasierten Umsetzung der im letzten Jahr verabschiedeten globalen Nachhaltigkeitsziele mit besonderem Schwerpunkt auf Wald-, Land- und Klimaschutz und dem Beitrag indigener Völker.

Wir möchten das Verständnis für die Bedeutung und Vorteile eines menschenrechtsbasierten Engagements für nachhaltige Entwicklung, Wald- und Klimaschutz unter Akteuren in Deutschland fördern und in diesem Sinne auf das Handeln deutscher NROs, die Strategien und Programme der deutschen Entwicklungs-, Klima- und Menschenrechtspolitik einwirken.Dabei gilt unser besonderes Interesse natürlich der Information und Sensibilisierung zur besonderen Situation und dem speziellen Beitrag, den indigene Völker mit ihren Lebens- und Wirtschaftsweisen zum Erhalt natürlicher Ressourcen und deren nachhaltiger Nutzung, zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele sowie zum Wald- und Klimaschutz leisten.

Ziel des Projekts ist denn auch, die Förderung der Anerkennung dieses Beitrags und eine effektivere Berücksichtigung der Anliegen, Situation und Rechte indigener Völker in der Arbeit, den Projekten, Programmen oder Strategien der Zielgruppen. Hierzu werden eine Reihe von Bildungsveranstaltungen mit unterschiedlichen Formaten und Zielgruppen durchgeführt sowie einige Materialien erstellt.

 


Das Projekt wird gefördert von:

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des

bmz cmyk de klein

SUElogo

misereor logo

 

"Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst"

Grundlagenpapier zu indigenen Völkern, nachhaltiger Entwicklung und den SDGs erschienen

INFOE GrundlagenpapierIm Rahmen eines im März begonnenen Projekts des INFOE zu ‚Indigenen Völkern und nachhaltiger Entwicklung‘ wurde nun ein Grundlagenpapier fertiggestellt, das sich mit dem Beitrag und den Rechten indigener Völker im Zusammenhang mit der Umsetzung der Agenda 2030 und den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) beschäftigt.

Ziel dieses Grundlagenpapiers ist es, den Ansatz sowie die Kernaussagen und zentrale Botschaft des INFOE im Zusammenhang mit dem Projekt herauszustellen, zu verbreiten und damit die Grundlage für weitere Aktivitäten des Projekts zu schaffen. Da die SDGs gerade erst vor einem Jahr verabschiedet wurden, liegen Informationen oder Erfahrungen zu ihrer Umsetzung mit einem Menschenrechtsansatz und der besonderen Bedeutung der SDGs für indigene Völker noch nicht vor. Daher möchten wir mit Fragen zu einer rechtebasierten Umsetzung der Agenda 2030 unter Fokussierung indigener Völker, ihrer Rechte und selbstbestimmten Entwicklungsprioritäten einen Beitrag leisten und politische Entscheidungsträger sowie gesellschaftliche Akteure für die menschenrechtlichen und politischen Implikationen und Verantwortungen in den Implementierungsprozessen der Agenda 2030 sensibilisieren.

Um das Papier herunterzuladen, klicken Sie bitte auf das Titelblatt. Eine englische Zusammenfassung finden Sie hier.