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Tagung: Rohstoffausbeute und indigene Rechte in der Transformation 8.-10. November

Wir laden herzlich ein zu unserer diesjährigen Tagung in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte und dem Klima-Bündnis zum Thema:

 

Rohstoffausbeute und indigene Rechte in der Transformation

Zahlen indigene Völker den Preis für den notwendigen Wandel?

8. – 10. November 2013

 

Der Hunger nach Bodenschätzen, fossilen und nicht-fossilen Energieträgern wird immer größer. Die Ausbeute hat oft nicht nur fatale ökologische Folgen, sondern auch in großem Umfang soziale.  Oft befinden sich Lagerstätten für Kohle, Uran, Erdöl, Gold oder andere Rohstoffen in den Gebieten indigener Völker. Für die Durchführung von Projekten in indigenen Gebieten gibt es international festgelegte Regeln und Standards (z.B. die Konsultation und Einbeziehung der betroffenen Gruppen in die Planung und Durchführung solcher Projekte und die Gewährleistung des Rechts auf freie, vorherige und informierte Zustimmung– FPIC). Einige der Länder, in denen solche Projekte durchgeführt werden, haben auch die ILO-Konvention 169 ratifiziert und/oder die Verabschiedung der VN-Erklärung über die Rechte indigener Völker mitgetragen, die den internationalen völkerrechtlichen Rahmen für den Schutz der Interessen der indigenen Völker setzten. Wie sieht jedoch die Einhaltung dieser Regeln in der Praxis aus?

Werden die Regeln eingehalten oder versucht man sie zu umgehen, um die Unternehmen nicht zusätzlich zu belasten. Werden sie als ein Instrument der demokratischen Teilhabe verstanden oder eher als eine lästige Pflichtaufgabe, die nur abgehakt werden muss, um das Projekt in seiner ursprünglichen Form durchzuführen. Die zunehmenden gewaltsamen Konflikte und öffentlichen Anfeindungen, die in vielen Ländern den indigenen Gruppen entgegengebracht werden, zeigen, dass es nicht nur ausreicht Regeln zu beschließen sondern diese müssen auch im Bewusstsein und dem Handeln der politischen Akteure und Strukturen verankert sein.

 

In unserer diesjährigen Tagung möchten wir aus konkreten Erfahrungen von Konsultationsprozessen in verschiedenen Ländern lernen, wo die Hindernisse für die Umsetzung von völkerrechtlich verankerten Mindeststandards wie dem Recht auf Konsultation und freie vorherige und informierte Zustimmung, wie sie u.a. in der ILO-Konvention 169 und der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Völker  dargelegt sind, liegen. Auf der anderen Seite sollen positive Beispiele zeigen, wie Konsultationsprozesse mit indigenen Gemeinschaften im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten rechtlich und sozio-kulturell angemessen und so u.a. auch in wirtschaftlicher Hinsicht langfristig nachhaltig durchgeführt werden können.

 

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Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und einen anregenden Austausch. Weitere Informationen finden Sie im Programm (click here for the English version) der Tagung. Anmeldungen richten Sie bitte direkt an die Evangelische Akademie Villigst: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Sabine Schielmann

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