Indigene Perspektiven auf dem Weg nach Rio - 16.05.2012

Indigene Perspektiven auf dem Weg nach Rio+20
16. Mai 2012, 16.30Uhr, Universität zu Köln – Senatssaal
Hauptgebäude - Albertus-Magnus-Platz

- Eintritt frei -

„Green Economy“ ist eines der Schwerpunktthemen des Nachhaltigkeitsgipfels in Rio de Janeiro im Juni und wird gerade in zahlreichen Veranstaltungen diskutiert. Das Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (infoe), unterstützt vom Netzwerk Eine-Welt Stadt Köln, lädt Sie ein zur Impulsveranstaltung „Indigene Perspektiven auf dem Weg nach Rio: Nachhaltige Wald- und Wasserwirtschaft und die Green Economy“ am 16. Mai im Neuen Senatssaal der Universität zu Köln, um die Stimmen von Vertreterinnen indigener Völker, eine der sog. Major Groups im Rio-Prozess, zu hören. Wir freuen uns auf June Rubis von der Bewegung Land Empowerment Animals People (LEAP) aus Malaysia, Mónica Chuji Gualinga, Vizepräsidentin der Confederación de Nacionalidades Indígenas de la Amazonía Ecuatoriana (CONFENIAE), Vicky Tauli-Corpuz vom Indigenous Peoples International Centre for Policy, Research and Education (TEBTEBBA) von den Philippinen und Pasang Dolma Sherpa,Koordinatorin der Nepal Federation of Indigenous Nationalities, (NEFIN),  aus Nepal. Sie haben bei der Veranstaltung die Möglichkeit, ihre Perspektiven, Erfahrungen und Befürchtungen im Zusammenhang mit der Debatte und der Ausgestaltung einer „grünen Wirtschaft“ zu diskutieren. Mit VertreterInnen der Zivilgesellschaft, aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft und dem Publikum soll ein Austausch zu zentralen Fragen einer nachhaltigen Waldwirtschaft und Wasserversorgung stattfinden.

Als Bewohner von Gebieten mit weltweit bedeutenden Waldökosystemen und Wasservorkommen gehören indigene Völker häufig zu denjenigen, die von der Umsetzung von Vorhaben zur nachhaltigen Nutzung und dem Schutz von Wäldern sowie zur Wasserversorgung oder Nutzung von Wasserkraft als alternativer Energiequelle in ihrer Lebensweise unmittelbar betroffen sind. Auf der Suche nach „grünen“ Wirtschafts- und Gesellschaftsmodellen, die nachhaltige Entwicklung mit sozialer Gerechtigkeit verbinden, kann es deshalb nicht nur um die Honorierung des Beitrags indigener und lokaler Gemeinschaften durch Zahlungen für Umweltdienstleistungen, wie beispielsweise die Erhaltung von Wassereinzugsgebieten oder tropischen Regenwäldern gehen. Erprobtes traditionelles Wissen indigener Völker und ihre langjährigen Erfahrungen mit nachhaltigen Modellen zum Schutz und der Nutzung von Wäldern und Gewässern sind zukunftsweisend und sollten maßgeblich in die Ausgestaltung einer sogenannten grünen Wirtschaft einfließen.

Über Ihr Erscheinen sowie über die Verbreitung der Einladung würden wir uns sehr freuen.

Sabine Schielmann und Elke Rothkopf
infoe e.V.

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