Tagung: Rohstoffausbeute und indigene Rechte in der Transformation 8.-10. November

Wir laden herzlich ein zu unserer diesjährigen Tagung in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte und dem Klima-Bündnis zum Thema:

 

Rohstoffausbeute und indigene Rechte in der Transformation

Zahlen indigene Völker den Preis für den notwendigen Wandel?

8. – 10. November 2013

 

Der Hunger nach Bodenschätzen, fossilen und nicht-fossilen Energieträgern wird immer größer. Die Ausbeute hat oft nicht nur fatale ökologische Folgen, sondern auch in großem Umfang soziale.  Oft befinden sich Lagerstätten für Kohle, Uran, Erdöl, Gold oder andere Rohstoffen in den Gebieten indigener Völker. Für die Durchführung von Projekten in indigenen Gebieten gibt es international festgelegte Regeln und Standards (z.B. die Konsultation und Einbeziehung der betroffenen Gruppen in die Planung und Durchführung solcher Projekte und die Gewährleistung des Rechts auf freie, vorherige und informierte Zustimmung– FPIC). Einige der Länder, in denen solche Projekte durchgeführt werden, haben auch die ILO-Konvention 169 ratifiziert und/oder die Verabschiedung der VN-Erklärung über die Rechte indigener Völker mitgetragen, die den internationalen völkerrechtlichen Rahmen für den Schutz der Interessen der indigenen Völker setzten. Wie sieht jedoch die Einhaltung dieser Regeln in der Praxis aus?

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Veranstaltung: Der Fluss der Worte - 12.07.2013

César "el Wayqui" Villegas aus Peru und June Rubis aus Malaysia erzählen traditionelle Geschichten, um für die Gefahren der Globalisierung und die Verantwortung, die Menschen aus den „reichen“ Nationen für ihr Wirken übernehmen müssen, zu sensibilisieren. Die Erzählungen sind Teil des Projekts "Indigene Stimmen und Visionen", die einem  Prozess des Umdenkens und der Suche nach nachhaltigen Alternativen zu unserer industrie- und konsumorientierten Form des Wirtschaftens Ideen, Bilder und Stimmen verleihen wollen.
 
am 12.07.2013, 19 Uhr
 
MIGRApolis
Brüdergasse 16-18
53111 Bonn
 

Von der Vielfalt Perus - Theater im RJM am 13.06.2013


infoe präsentiert im RJM, Köln:

Te voy a contar / Ich werde Dir erzählen!

Von der Vielfalt Perus: Theater für die ganze Familie

Als zweites Element des infoe-Projekts „Indigene Stimmen und Visionen“, gefördert vom Katholischen Fonds, Brot für die Welt sowie Engagement Global und mit freundlicher Unterstützung des Rautenstrauch-Joest-Museums, Köln, führen Débora und Ana Correa von Yuyachkani  mit Freude, Farbe und Klang Geschichten Amazoniens und aus den Anden auf, die zu Theater mit intensiven Impressionen gemacht wurden.

Die beiden Darstellerinnen verbeugen sich vor der kulturellen Vielfalt Perus, indem sie Geschichten z.B. der Aguaruna über den Affen Machín oder von dem Fluss der Shipibo-Conibo, der die Wasserschlange genannt wird, darbeiten. Über das Geheimnis der Kiwicha erzählt eine Frau aus Cusco.

Die Anerkennung der Bedeutung dieser verschiedenen Kulturen auch für den Erhalt der natürlichen Vielfalt ihrer Lebensgebiete ist eine zentrale Botschaft, die sich speziell auch an die Heranwachsenden in unserer Mitte richtet.

Die Darstellerinnen Débora und Ana Correa sind Schauspielerinnen und Pädagoginnen, die seit 34 Jahren der bekannten Gruppe „Yuyachkani“ in Lima, Peru, angehören und in ihre Stücke in verschiedenen Sprachen Perus aufführen.

 

Wann: am Donnerstag, den 13.06.2013, um 17.00 Uhr

Wo: Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln, U-Bahn: Neumarkt

Eintritt:12 €, ermäßigt 6 €, GrundschülerInnen 3€

Konzert für Amazonien am 22.April 2013 in der Harmonie, Bonn

infoe arbeitet seit vielen Jahren zu der Bedeutung indigener Kulturen für den Erhalt u.a. der tropischen Waldsysteme. Mit dem "Konzert für Amazonien" von Grupo Sal, Abadio Green, dem Klimabündnis und Mehrdad Zaeri möchte infoe als Veranstalter in Bonn nun über Stimmen, Klänge und Bilder ein breites Publikum für die Reflektion über dieses Thema gewinnen.

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(Klicken zum Vergrößern)

Was können wir im Umgang mit der Natur von den Jahrtausend alten Kulturen der indigenen Völker lernen? Angesichts der systematischen Übernutzung der endlichen Ressourcen muss ein Umdenken stattfinden: Klimagerechtigkeit darf nicht länger ein utopischer Begriff bleiben. Grupo Sal ermöglicht mit dem Programm "Konzert für Amazonien" einen informativen, aber auch künstlerisch-sinnlichen Zugang zu dieser überlebenswichtigen Frage.

Im Mittelpunkt steht dabei die Begegnung mit Abadio Green, einem führenden Vertreter des indigenen Volkes der Tule aus Kolumbien. Er berichtet auf sehr persönliche Art über die Lebensweise seines Volkes, vermittelt die Magie des Regenwaldes und schildert den Widerstand gegen die rücksichtslose wirtschaftliche Ausbeutung dieses Lebensraums. Dabei tritt er in einen Dialog mit Thomas Brose vom Klima-Bündnis, um gemeinsam Visionen und Lösungsansätze zu entwerfen.

Mit Bildern, Zeichnungen und Formenspielen, die vor den Augen des Publikums auf dem Lichtprojektor entstehen und gleichzeitig projiziert werden, erschafft der iranische Zeichner Mehrdad Zaeri seine ganz eigene Interpretation der Thematik.

Die Leichtigkeit und die Vielfalt der von Grupo Sal präsentierten, lateinamerikanischen Musik verwebt die einzelnen Elemente des Abends und versetzt das Publikum in andere Welten.

Mit leidenschaftlicher Musik, visionärer Kühnheit und pointierten Analysen lädt das "Konzert für Amazonien" zu einer erkenntnisreichen und lustvollen Begegnung mit dem Thema Regenwald ein.

Wann: 22. April 2013, 20.00 Uhr

Wo: Harmonie, Frongasse 28-30, 53121 Bonn


Tickets: über alle gängigen Vorverkaufsstellen sowie

Weltladen, Maxstraße 36, 53111 Bonn, 02 28/69 70 52 

und

CONTIGO Fairtrade Shop Bonn, Friedrich Straße 58, 53111 Bonn, Tel.: 0228-280 86 68


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Tagung zum Waldschutz

Mit dem Menschen stirbt der Wald

Tagung zu Menschenrechtsfragen im Internationalen Waldschutz

12. bis 14. Oktober 2012, in der Ev. Akademie Villigst (Schwerte)

Foto © Bärbel Henneberger

Der Erhalt komplexer Systeme erfordert komplexe Lösungsansätze. Das zeigt sich seit einigen Jahren im internationalen (Tropen-)Waldschutz, der ohne die Berücksichtigung elementarer Menschenrechtsgrundsätze für die in und von diesen Wäldern lebenden Völker inzwischen nicht mehr denkbar ist. Der bedeutenden Rolle indigener Völker und lokaler Gemeinschaften in der Zusammenarbeit für den Wald- und Klimaschutz wird deshalb u. a. auch im Konzept „Menschenrechte in der deutschen Entwicklungspolitik“ Rechnung getragen, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2011 verabschiedet wurde. Dort stellen die indigenen Völker eine der zentralen Zielgruppen dar, wenn es um partizipative Prozesse sowie die Achtung der Nutzungs- und Eigentumsrechte und eigenen Interessen dieser Völker geht. Neben diversen, global tätigen Umweltschutzorganisationen, die sich bereits auf Mindestgrundsätze der Naturschutzarbeit in Bezug zu den Menschenrechten geeinigt haben, wird dem Menschenrechtsansatz inzwischen auch bei Maßnahmen im Zuge von REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) mehr und mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

 

Auf der Veranstaltung „Mit dem Menschen stirbt der Wald“ werden Menschenrechtsfragen im internationalen Waldschutz behandelt und Lernerfahrungen aus laufenden und abgeschlossenen Entwicklungs- und Umweltschutzprojekten mit VertreterInnen, ReferentInnen und ExpertInnen der unterschiedlichsten Organisationen diskutiert, um darauf aufbauend Empfehlungen für einen Menschenrechtsansatz im Rahmen nachhaltiger und effektiver Waldschutzmaßnahmen zu entwerfen.

 

Organisiert von infoe e.V. und der Ev. Akademie Villigst

 

► Anmeldung über die Ev. Akademie Villigst

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► Tagungsprogramm:

Auf­ruf zu Pro­test­ak­tio­nen gegen Belo Monte in Ber­lin und Hei­den­heim am 20. Juni 2012

Zum Auf­takt des Rio+20-​Gip­fels ruft infoe mit der Initiave Ge­gen­Strö­mung und wei­te­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen zu Pro­tes­ten gegen den um­strit­te­ne Belo Mon­te-​Stau­damm im Ama­zo­nas­ge­biet auf. Ak­ti­vi­tä­ten wird es am 20. Juni zeit­gleich vor der Kon­zern­zen­tra­le von Voith in Hei­den­heim und vor der Bra­si­lia­ni­schen Bot­schaft in Ber­lin geben.

Der Belo Mon­te-​Stau­damm zer­stört Re­gen­wald und ver­treibt über 20.000 Men­schen aus ihrer Hei­mat. Auch eu­ro­päi­sche Kon­zer­ne ver­die­nen präch­tig an dem Pro­jekt: Da­mi­ler (LKW), Voith und Sie­mens über ihr Joint Ven­ture Voith Hydro (Tur­bi­nen), An­dritz (Tur­bi­nen), Al­st­om (Tur­bi­nen) und Mün­che­ner Rück (Rück­ver­si­che­rung).

Durch die Ak­tio­nen zei­gen wir au­ßer­dem So­li­da­ri­tät mit der bra­si­lia­ni­schen Be­we­gung vor Ort, die die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft zur Un­ter­stüt­zung auf­ge­ru­fen hat.

Wir freu­en uns über je­de_n, der/die sich uns an­schließt! Bitte kom­men Sie zu einem der unten ge­nann­ten Orte und un­ter­stüt­zen Sie uns und die bra­si­lia­ni­sche Be­we­gung im Kampf gegen Belo Monte!


Pro­test­ak­ti­on Ber­lin

Ort: ge­gen­über der Bra­si­lia­ni­schen Bot­schaft in Ber­lin, Wall­stra­ße 57, 10179 Ber­lin Zeit: Mitt­woch, 20.06.2012, 11:00 - 13:30 Uhr
 

Pro­test­ak­ti­on Hei­den­heim (Über­ga­be eines Brie­fes an die Konzernzentrale)

Ort: Heidenheim, Voith Konzernzentrale, Sankt Pöltener Straße 43, 89522 Heidenheim Zeit: Mittwoch, 20.06.2012, 11h - 12h

 

Bitte fordern Sie die Unternehmen auf, sich aus Belo Monte zurückzuziehen und sich nur an umwelt- und sozialverträglichen Projekten zu beteiligen.

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