Mit Workshops für Multiplikator*innen zum Thema ‚Kulturelle Resilienz‘ nahm INFOE im Herbst 2025 an zwei großen BNE-Events in NRW teil.

®Sabine Schielmann

Am 10.10.2025 waren wir mit unserem Besuch, der Karamojong-Vertreterin Esther Atem aus Uganda beim BNE-Festival in Hamm mit einem bewegten Workshop zum Thema Kulturelle Resilienz in Krisenzeiten – was verbindet uns mit Karamojong-Frauen in Uganda? beteiligt. 10 Teilnehmende hatten sich zu unserem Workshop eingefunden, um im direkten Austausch mit Esther von der Resilienz der indigenen Karamojong-Frauen zu erfahren. Die Lebenssituation der Karamojong im Nordosten Ugandas ist geprägt von Armut, Diskriminierung, Klimawandel und Konflikten. Welche Werte ihre Lebensweise prägen und wie diese insbesondere die Karamojong-Frauen auch in Krisenzeiten stärken, haben wir zunächst versucht anhand einiger Fotos gemeinsam herauszufinden. Bewegend erläuterte Esther die Fotos und teilte persönliche Erfahrungen und Geschichten. Einen der Werte der Karamojong-Gemeinschaft, den sie mehrmals hervorhob, war das ‚Teilen‘. In Zeiten der Not ist es besonders wichtig in der Gemeinschaft zusammenzuhalten, sich gegenseitig zu unterstützen und selbst das Wenige, was es gibt, miteinander zu teilen.

Bei der BNE-Messe in Hagen am 18.11.2025 waren wir ebenfalls mit einem Workshop zum Thema ‚kulturelle Resilienz‘ dabei, diesmal mit einem Fokus auf den methodischen Möglichkeiten, dieses Thema im Unterricht zu behandeln. Ohne Esther Atem, die bereits nach Uganda zurückgereist war, war dieser Workshop zwar weniger bewegt jedoch nicht minder anregend. Mit den Teilnehmenden sind wir ebenfalls mit Fotos zur Lebensweise der Karamojong eingestiegen. Es fand ein reger Austausch zu den auf den Fotos dargestellten Traditionen, Bräuchen und Werten statt. Hervorgehoben wurde das Leben von Gemeinschaft, das sich in den Fotos widerspiegelte und das bei uns weit weniger wertgeschätzt und praktiziert wird. Die Teilnehmenden erhielten methodische Anregungen, insbesondere auch im Hinblick auf die Möglichkeiten des virtuellen Austauschs mit Vertreter*innen oder Schüler*innen aus Uganda.

®Sabine Schielmann

Die Workshops waren eine Gelegenheit, die eigenen kulturellen Werte sowie deren Bedeutung in unserer Gesellschaft (wieder) zu erkennen und zu hinterfragen. Was stärkt uns und die Gemeinschaften, in und mit denen wir leben und arbeiten? Das Beispiel der Karamojong und insbesondere die Begegnung mit Esther Atem haben uns Augen und Herzen geöffnet und erkennen lassen, wie wichtig es ist, in der Bildungsarbeit – und im Leben überhaupt – gemeinschaftliche Werte zu teilen und weiterzugeben.