Notfallkommuniqué der Widerstandsorganisationen des Volkes der Munduruku

// Originalquelle: https://movimentomundurukuiperegayuii.wordpress.com/2021/05/26/comunicado-emergencial-das-organizacoes-de-resistencia-do-povo-munduruku/

// Übersetzung: Christian Russau

Notfallkommuniqué der Widerstandsorganisationen des Volkes der Munduruku

Wir Munduruku fordern von den staatlichen Sicherheitskräften die sofortige Übernahme von Verantwortung, um die Menschen, Anführer:innen und Kazik:innen zu schützen, die gegen die Invasion des Bergbaus in der Region Widerstand leisten.

Heute Morgen (26.5., Anm.d.Üb.) griff ein vom Bürgermeister der Gemeinde Jacareacanga angestachelter Mob aus Goldschürfer:innen die vor Ort befindlichen Niederlassungen der nationalen Streitkräfte und der Bundespolizei an, die in der Region zugegen sind. Der Mob versuchte, deren Gerätschaften zu verbrennen, und die Beamten antworteten daraufhin mit Tränengasbomben. Da es dadurch dem Mob nicht gelang, Gelände und Gebäude der Polizei- und Nationalen Sicherheitskräfte zu stürmen, griffen der Mob aus Bergarbeiter:innen und deren Gruppen von kooptierten Indigenen die Häuser unserer indigenen Anführer:innen an.

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USA: Massiv gefährdete Lachspopulation: Streit um Rückbau der Staudämme am Snake River geht weiter

Rückbau der vier Staudämme am Snake River schien beschlossen, selbst ein einflussreicher republikanischer Bundes-Abgeordneter aus Idaho hatte Anfang des Jahres einen 33,5 Milliarden US-Dollar schweren Dammrückbauplan vorgestellt, die vom Lachsrückgang im Snake River betroffenen Indigenen und die Umweltschützer:innen waren zufrieden, doch nun schießen demokratische Politiker:innen – ein Gouverneur und Senator:innen – quer. Indigene Gruppen protestieren.

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Brasilien: Bundesstaatsanwaltschaft verklagt FUNAI wegen Bedrohung Indigener durch Staudamm in Rondônia

Klage gegen FUNAI wegen Nicht-Beachtung indigener Territorien bei Umweltfolgenstudie für geplantes Wasserkraftwerk Tabajara in Rondônia. Auch in freiwilliger Isolation lebende Indigenen gefährdet.

Von Christian Russau

Die Bundesstaatsanwaltschaft MPF hat eine öffentliche Zivilklage gegen die brasilianische Indigenenbehörde FUNAI eingereicht, um diese zu einer umfassenderen Analyse der Folgenabschätzung bezüglich des geplanten Bau des Wasserkraftwerks Tabajara am Ji-Paraná-Fluss, auch vereinzelt Machado-Fluss genannt, im amazonischen Bundesstaat Rondônia zu zwingen. Dies berichtet die Bundesstaatsanwaltschaft auf ihrer Internetseite.

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Munduruku sagen „Nein!“ zu Bergbau, Landwirtschaft und Wasserkraftwerken in ihrem Territorium

Munduruku-Vollversammlung erklärt klares "Nein!" zu Bolsonaro-Gesetzesprojekt PL 191, das Bergbau, Landwirtschaft und Wasserkraftwerke in indigenen Territorien erlauben würde.

Ende April, vom 24 bis zum 27. April 2021, trafen sich am Oberen Tapajós-Fluss, in der Aldeia WaroApompu über 500 Munduruku, die 140 Munduruku-Gemeinschaften vom Oberen und Mittleren Tapajós sowie vom Unteren Teles Pires-Fluss repräsentieren, so berichtet es der Indigenenmissionsrat CIMI auf seiner Webseite. Die Anwesenden wandten sich in einer gemeinsam verabschiedeten Erklärung gegen die von der Regierung Bolsonaro geplante ökonomische Inwertsetzung indigener Territorien mittels Bergbau, industrieller Landwirtschaft und Wasserkraftwerken. "Wir wollen das Gesetzesprojekt PL 191/2020 der Bundesregierung von Jair Bolsonaro nicht, das die Ausbeute unserer Territorien um jeden Preis will, ohne uns dazu zu konsultieren und ohne die Zustimmung des Volkes. Diese Projekt des Todes spaltet unser Volk, bringt Gewalt, führt dazu, dass unsere Frauen und Anführer angegriffen werden, die für die Verteidigung unseres Territoriums kämpfen", so die Abschlusserklärung.
 

12. Mai: Workshop "Kulturell diverse Wege für BNE

BNE-Wochen: Wir sind dabei!

Im Mai 2021 wird in Deutschland der Auftakt des neuen UNESCO-Programms zu Bildung für nachhaltige Entwicklung „BNE 2030“ feierlich eingeläutet. Hierzu kommen bei der Weltkonferenz vom 17. bis 19. Mai 2021, die online von Berlin aus stattfindet, Teilnehmende aus allen UNESCO-Weltregionen zusammen. Um BNE in die breite Öffentlichkeit zu tragen, haben die Deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 1. bis 31. Mai 2021 die „BNE-Wochen“ ins Leben gerufen.

INFOE und die 'Indigenous Peoples Major Group' - IPMG

laden Sie herzlich ein

zum digitalen Workshop im Rahmen der 'BNE-Wochen'

Kulturell diverse Wege zur praktischen Umsetzung von BNE auch in Zeiten der Pandemie 

am 12.5.2021, von 15:00 – 17:30Uhr

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Kulturell diverse Wege zur praktischen Umsetzung von BNE auch in Zeiten der Pandemie

 

Mit dem Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen“– kurz „BNE 2030“ – hebt die UNESCO die Bedeutung von BNE für die globale Nachhaltigkeitsagenda mit ihren 17 Zielen klar hervor. Insbesondere das Unterziel 4.7. stellt Kenntnis und Verständnis von nachhaltigen Lebensweisen, vom Zusammenhang zwischen Menschenrechten und nachhaltiger Entwicklung, von Gleichberechtigung und der Bedeutung kultureller Vielfalt für den Schutz unserer Lebensgrundlagen und für resiliente Gesellschaften als grundlegend für nachhaltige Entwicklung und die Erreichung der SDGs heraus.

Welches Verständnis von 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' gibt es in kulturell vielfältigen Gemeinschaften weltweit? Inwieweit spielen unterschiedliche soziale Strukturen, ökologische Lebensgrundlagen und eine häufig prekäre rechtliche Situation dabei eine Rolle? Was eint die Engagierten für BNE weltweit? Welche Herausforderungen gibt es für die Umsetzung von kulturell-basierter BNE in unterschiedlichen kulturellen und institutionellen Kontexten? Welche Lösungsansätze und Strategien verfolgen BNE-Engagierte in den unterschiedlichen Bildungssituationen?

Programm: 12. Mai 2021, 15:00 – 17:30Uhr (CET):

3:00pm: Begrüßung und Einführung (IPMG und INFOE)

3:10pm: Vorstellung der Referent*innen, ihrer Arbeit und ihrem Verständnis von BNE 3:40pm:

Diskussionsrunde zu folgenden Fragen:

  • Welches sind die größten Herausforderungen für die Umsetzung von BNE in der Gemeinschaft bzw. dem Arbeitsfeld der Referent*innen?

  • Welche Strategien verfolgen sie in ihrer Arbeit, um diesen Herausforderungen zu begegnen

4:10pm: Frage- und Antwortrunde mit den Teilnehmenden

4:30pm: Pause

4:40pm: Break-out Sessions: Zukunftsweisende BNE-Ansätze in der schulischen und außerschulischen Primar-

und weiterführenden Bildung
5:10pm: Zusammenführung der zentralen Botschaften für 'BNE 2030' 5:20pm: Abschluss und Ausblick
5:30pm: Ende

Moderation: IPMG und INFOE. Der Workshop findet auf Englisch und Spanisch statt.

Registrierung:

 https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_YakZf7gASR6G6rO6cjxrvg

 

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