Aufbauend auf dem im Jahr 2022 mit Unterstützung des Sonnencent-Programms der EWS Schönau geförderten Projekt, startete im Februar 2024 das Folgeprojekt „Solarenergie stärkt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am Lernort Schulgarten in der Mapuche-Schule, Chile“. Auch dieses Mal wurde die Initiative durch das Sonnencent-Förderprogramm finanziert und in Zusammenarbeit mit der chilenischen NRO Nor Kintuafiin umgesetzt. Ziel war es, die bereits installierte Photovoltaikanlage an der Mapuche-Schule in Maquehue zu erweitern und die Bildungsaktivitäten rund um nachhaltige Entwicklung weiter auszubauen.

®Nor Kintuafiin

Durch die Installation zusätzlicher sechs Solarpanele konnte die Schule nicht nur ihre Energieversorgung verbessern, sondern auch das Gewächshaus, das für den Anbau und die Ernährung mit lokalem Gemüse genutzt wird, wieder aufbauen. Die Erweiterung der Solaranlage ermöglichte es, das Gewächshauses nachhaltig zu verbessern, im Winter verschiedene Schulräume sowie den Speisesaal zu beheizen und die Computerausrüstung zu erweitern. Diese Maßnahmen schaffen stabile und förderliche Bedingungen für den Unterricht, fördern das Bewusstsein für nachhaltige Themen und ermöglichen den virtuellen Austausch mit Schulen in Deutschland, wie der Realschule in Winnweiler.

Ab Juli 2024 begann die Arbeit an der Produktion von Setzlingen, die im chilenischen Frühjahr eingepflanzt wurden. Obwohl sich die Pflanzung etwas verzögerte, konnten die Schülerinnen Salate, Tomaten, Gurken und Paprika pflanzen und ernten. Die reifen Früchte, insbesondere die Tomaten, konnten nach den chilenischen Sommerferien von den Schüler*innen geerntet werden.

®Nor Kintuafiin

Basierend auf der Schulpartnerschaft zwischen der Albert-Schweitzer Realschule Winnweiler und der Escuela Fundo Maquehue wurde ein interaktives Rollenspiel entwickelt. Dieses vermittelt die Verbindungen zwischen Deutschland und Chile, einem Land des Globalen Südens, sowie die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen vor Ort. Besonders durch die Beschäftigung mit Mais und Avocado werden die Themen Nahrungskonsum und -produktion kritisch betrachtet. Dabei lernen die Schüler*innen verschiedene landwirtschaftliche Produktionsformen in Deutschland und Chile kennen und diskutieren diese. Nach dem Rollenspiel fand ein Austausch zwischen den Schüler*innen statt. Mehr dazu gibt es hier.

Das Projekt hat langfristig Perspektiven für eine kulturell basierte Bildung für nachhaltige Entwicklung geschaffen. Es trägt dazu bei, den kulturellen Verlust junger Generationen zu verhindern und die Abwanderung in die Städte zu verringern. Zudem wurde vorgeschlagen, mit Heilpflanzen zu arbeiten, um einen weiteren Austausch mit der deutschen Partnerschule zu ermöglichen. Die Umsetzung dieses Vorhabens steht noch aus und wird in Zukunft weiter verfolgt.

Eindrücke aus dem Projekt, den Themen und den Austauschbegegnungen gibt es in diesem Video