Yasuní

Age of Yasuní - Game over für die Ölausbeutung

Rette den Yasuní spielend und unterstütze mit dem Download der App ganz real die YASunidos-Kampagne für den Schutz des Amazonastieflands und die Rechte indigener Völker!

Als lokaler Aktivist kämpfst Du auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer gegen die Erdölförderung im Yasuni Nationalpark, eine Region, die zu den artenreichsten Gebieten der Welt gehört und die letzten in freiwilliger Selbstisolation lebenden indigenen Völker und Gemeinschaften im ecuadorianischen Amazonastiefland beheimatet.

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Die Zeit läuft: 180 Tage zur Rettung des Yasuní und seiner Bewohner

Unterschriftensammlung für einen Volksentscheid in Ecuador gestartet

Seit Montag, den 14. Oktober 2013 sammeln Freiwillige der Kampagne Yasunidos in ganz Ecuador Unterschriften für die Initiierung eines Volksentscheids über die Erdölförderung in einem Teil der weltweit artenreichsten Regenwälder im Yasuní Nationalpark.

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Yasunidos geht aus der zivilgesellschaftlichen Umweltschutz- und Menschenrechtsbewegung in Ecuador hervor, in dem sich UmweltaktivistInnen, VertreterInnen indigener Bevölkerungsruppen, TierschützerInnen und WissenschaftlerInnen in einer gemeinsamen Kampagne unter Führung der ecuadorianischen NGO Acción Ecológica für die Nichtausbeutung der Yasuní-ITT-Ölfelder im Block 43 im Amazonasgebiet einsetzen. Als Präsident Rafael Correa Mitte August diesen Jahres die Yasuní-ITT-Initiative aufgab und für gescheitert erklärte, formierte sich die zivilgesellschaftliche Bewegung, um die Yasuní-Initiative am Leben zu erhalten und die geplante Ausdehnung der Erdölförderung in bislang noch unberührte Regenwälder des Yasuní im ecuadorianischen Amazonastiefland zu verhindern.

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Protestmarsch indigener Frauen gegen die Ölförderung im Yasuni

Alicia Cahuiya, Gründungsmitglied und erste Präsidentin des Verbands der Waorani-Frauen (AMWAE) 2005 bis 2007 und seit August 2013 Vizepräsidentin der politischen Organisation der Nationalität Waorani (NAWE), weigerte sich am 3. Oktober 2013 in der Nationalversammlung Ecuadors einen regierungstreuen Diskurs vorzutragen, sondern äußerte ihre freie Meinung und kritische Haltung gegenüber der Ölförderung im Yasuni und Territorium der Waorani im ecuadorianischen Amazonastiefland.

Im Namen der Waorani forderte Alicia Cahuiya eine umfassende Konsultation ihres Volkes, um die Meinung der Basisgemeinschaften und vor allem der älteren Generation der Waorani zur weiteren Ausdehnung der Erdölförderung im Block 31 und 43 (ITT) einzuholen. Damit scheiterte der Versuch des ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa, die Waorani durch Versprechungen von Entschädigungszahlungen und Kompensationsleistungen geschlossen zur Zustimmung zum Ölfördervorhaben im Yasuni zu gewinnen.

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Nach ihrer Rede in der Nationalversammlung solidarisierten sich vor allem viele Frauen verschiedener indigener Völker mit Alicia Cahuiya im Widerstand gegen die Ölförderung. Um ihrem Protest öffentlichen Ausdruck und politischen Nachdruck zu verleihen, versammelten sich zahlreiche Frauen der Waorani, Kichwa, Sápara und Shiwiar in Puyo in der ecuadorianischen Amazonsprovinz Pastaza und organisierten einen Protestmarsch indigener Frauen für das Leben und die Würde ihrer Völker. Am 12. Oktober reisten schließlich hunderte indigene Frauen nach Quito und forderten im Bündnis mit der zivilgesellschaftlichen Yasunidos-Bewegung vom Präsidenten Correa und der ecuadorianischen Regierung, dass das Öl im Yasuni unter der Erde bleibt und die Ölförderung in der zentralen und südlichen Amazonasregion nicht weiter ausgedehnt wird.

Für weitere Informationen siehe ein Interview mit Alicia Cahuiya sowie ihre Rede in der Nationalversammlung Ecuadors.

Ecuadorianischer Präsident erklärt Yasuní-ITT-Initiative für gescheitert – Yasuní muss weiterleben!

Logo Yasuni-Bündnis

Am Donnerstag, den 15.8.2013 hat der ecuadorianische Präsident Rafael Correa die Yasuní-ITT-Initiative für gescheitert erklärt. „Die Welt hat uns im Stich gelassen“, so Correa. Der Präsident unterschrieb das Präsidialdekret Nr. 74, das den Yasuní-Treuhandfonds auflöst. Dieser ist für die Sammlung der internationalen Kompensationsgelder für die Nicht-Förderung des Erdöls unter einem der weltweit artenreichsten Regenwälder zuständig. Dies muss jedoch laut ecuadorianischer Verfassung noch in der Nationalversammlung entschieden werden. Präsident Correa erklärte auch, dass die staatliche Mineralölgesellschaft PETROAMAZONAS bereits diese Woche in den im Yasuní gelegenen Fördergebieten „Tiputini“ und „Tambococha“ mit Erdöl-Explorationen beginnen wird.

Auch wenn diese Entscheidung des Präsidenten nicht ganz überraschend kam: Die Enttäuschung ist groß, vor allem auch in Ecuador selber. Bei aller Wertschätzung gegenüber der erfolgreichen Reduzierung der Armut während seiner bisherigen Amtszeit: Correas Absicht, mit den Öl-Einnahmen die Armut besonders im Amazonasgebiet zu bekämpfen, ist unklar, wenn er zugleich die Vertreibung der Bevölkerung im selbigen Gebiet und die Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlage der Menschen einkalkuliert.

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Positionspapier des Bündnisses für die Yasuní-ITT-Initiative Ecuadors

März 2013

Erstmals in der Geschichte hat sich die Regierung und Bevölkerung eines Landes mit einem konkreten, innovativen Vorschlag zum Schutz des tropischen Regenwalds und des Weltklimas an die Öffentlichkeit gewandt. Ecuador verspricht mit der Yasuni-ITT-Initiative auf die Förderung von Erdöl im „ITT Block“, einem Ölfeld unter dem Yasuni-Nationalpark im Amazonastiefland zu verzichten, wenn es dafür einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 50 Prozent der erwarteten Einnahmen von der Weltgemeinschaft erhält. Ein von Rohstoffexporten abhängiges Land wie Ecuador braucht einen Ausgleich, um soziale und ökologische Programme und den Aufbau Erneuerbarer Energien zu finanzieren. Im Sinne einer internationalen Verantwortung ist es gerecht, dass die Lasten durch die Nichtausbeutung von Erdöl von denjenigen Staaten und Akteuren mitgetragen werden, die einen Großteil der Treibhausgas-Emissionen zu verantworten haben. Denn der Schutz der durch Erdölförderung bedrohten tropischen Wälder Amazoniens als größtes zusammenhängendes Regenwaldgebiet unserer Erde ist ein globales Anliegen. Ergänzend zu internationalen Maßnahmen zur Begegnung der ökologischen Krise, stellt die Yasuni-ITT-Initiative einen konkreten Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und zur Verwirklichung der Menschenrechte dar.

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