Indigenes Wissen für Waldschutz und Klimawandel

Ein zusammenfassender Bericht über die Ergebnisse einer Podiumsdiskussion von INFOE am Rande der UN-Klimakonferenz (SBSTA) im Mai 2018 in Bonn. Thema der Veranstaltung war der Fortschritt der Plattform für „Lokale Gemeinschaften und indigene Völker“ und die Frage: Wie kann eine effektive Teilhabe Indigener und die Integration von indigenem Wissen und Nutzungspraktiken für Wald- und Klimaschutzmaßnahmen gestärkt werden?

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Warum über indigenes Wissen bloggen?

 

Das Wissen indigener Gemeinschaften wird oft belächelt, bewusst nicht beachtet oder aus weißer Perspektiver romantisierend und verzerrt dargestellt. Wir möchte versuchen einen anderen Weg zu beschreiten: Vertreter*innen der indigenen Bevölkerung sollen direkt, mit ihrer Perspektive, zu Wort kommen. Wir wollen berichten über ihre Kämpfe für Menschenrechte und Selbstbestimmung in der heutigen Zeit und über die Anwendung ihres wertvollen Wissens für Wald- und Klimaschutz. Dafür haben wir unter indigeneswissenundklima.blog einen Blog eingerichtet. Mit dem Ziel ein Bildungsangebot über indigenes Wissen zu schaffen und die deutsche Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Außerdem sollen über aktuelle Ereignisse berichtet werden wie beispielsweise die Schaffung der indigenen Plattform „Local Communities and Indigenous Peoples Knowledge Plattform“ im Rahmen der UN-Klima-Rahmenkonvention.

REDD Early Movers - Ergebnisbasierte Zahlungen ohne klimarelevante Ergebnisse?

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Vor kurzem ist der Bericht "REDD Early Movers – ergebnisbasierte Zahlungen ohne klimarelevante Ergebnisse?" erschienen, der von ARA, FDCL, infoe und dem Klima-Bündnis herausgegeben wurde.
Gemeinsam mit Norwegen und Großbritannien zählt Deutschland zu den wichtigsten staatlichen Finanzierern des Wald- und Klimaschutzinstruments REDD. REDD steht für Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation – die Minderung von Emissionen aus Entwaldung und durch Waldnutzung, die den Wald schädigt. Die Bundesregierung unterstützt zahlreiche REDD-Initiativen, unter anderem das von der KfW Entwicklungsbank verwaltete Programm REDD Early Movers. Der Bericht zeigt die Lücken zwischen Anspruch und Wirklichkeit von REDD+-Programmen auf.

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Erkenntnisse und Empfehlungen des Projekts "Indigene und SDGs"

Zum Abschluss der aktuellen Projektphase des Projekts zum Beitrag indigener Völker zur Umsetzung der SDGs und zum Wald- und Klimaschutz wurden die Ergebnisse und wesentlichen Erkenntnisse aus den Projektaktivitäten in einem Dokument zusammengestellt. Entsprechend des positiven Ansatzes des Projekts, indigene Völker als wichtige Akteure zu zeigen und nicht als Opfer, werden Empfehlungen formuliert hinsichtlich der Frage wie die Nachhaltigkeit von Maßnahmen zum Wald-, Klima- und Landschutz durch eine menschenrechtsbasierte Zusammenarbeit mit indigenen Völkern, Gemeinschaften oder Organisationen und eine entsprechende Herangehensweise an ihren Beitrag gefördert und gesichert werden kann. Das

Dokument kann hier heruntergeladen werden.

Veranstaltung: Klimawandel, Extraktivismus und die indigene Bevölkerung

Am Donnerstag den 21. Dezember 2017, von 19.00 – 21.30 Uhr

Im blauen Saal des Grünen Büros am Ebertplatz 23

Waldrodungen, der Anbau von Palmöl u. a. für den Biospritstoff E10, Ölbohrungen und der Klimawandel: Die indigene Bevölkerung Amazoniens muss an vielen Fronten gleichzeitig für den Erhalt des Regenwaldes und ihrer Kulturen streiten. Doch wie sehen diese Probleme konkret aus? Was können wir von Ihnen im Bereich Umweltschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen lernen? Wie können wir gemeinsam für internationale Klimagerechtigkeit streiten und was können wir in Köln tun?

Im ersten Teil der Veranstaltung werden wir anhand von kleinen Videobotschaften von unterschiedlichen Vertreter*innen der Indigenen Bevölkerung Ecuadors und Kolumbiens an uns sowie einen Bericht von Kathrin Henneberger einen Einblick in die Problematik erhalten. Gefolgt von einer Liveschaltung nach Quito, in der uns Juan Carlos Jintiach von der COICA, dem Dachverband der indigenen Bevölkerung Amazoniens, die Perspektiven und Forderungen der indigenen Bevölkerung nahe bringt und mit uns über diese diskutiert. Im Anschluss werden wir Aktionsmöglichkeiten (auch vor Ort in Köln) zusammen mit dem Kölner Bürgermeister Andreas Wolter entwickeln, der sich maßgeblich für die Einrichtung der Kölner Klimapartnerschaft mit Indigenen Gemeinschaften und der Stadt Yarinacocha im Amazonastiefland in Peru eingesetzt hat.

Diskutiert mit uns und lasst uns gemeinsam Pläne schmieden für neue Projekte im Jahr 2018: Am Abend des 21. Dezember ab 19 Uhr im Blauen Saal des Grünen Büros am Ebertplatz 23 in Köln.

Gäste: Dabei sein werden Juan Carlos Jintiach von COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) aus Ecuador, sowie der Kölner Bürgermeister Andreas Wolter.

Veranstalter: Organisiert wird die Veranstaltung in Kooperation mit INFOE (Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie), ecapio Videos und Bündnis 90/ DIE GRÜNEN – Kreisverband Köln

Das Gespräch mit Juan Carlos Jintiach wird in English geführt werden. Für Flüsterübersetzung werden wir bei Bedarf sorgen. 

EINLADUNG zur Podiumsdiskussion

Regenwälder der Zukunft: Das Potential von indigenem Wissen für Wald- und Klimaschutz

INFOE und das Institut für Ethnologie der Universität zu Köln gemeinsam mit dem Global South Studies Center laden ein zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Regenwälder der Zukunft: Das Potential von indigenem Wissen für Wald- und Klimaschutz. Mit unseren Gästen: Thomas Brose, Geschäftsführer des Klima-Bündnis, Johannes Schwegler Geschäftsführer von Fairventures Worldwide, Andrea Höing von der Universität Bonn und Jennifer Rubis, Koordinatorin des Climate Frontlines Forum bei der UNESCO (angefragt) diskutieren wir zentrale Frage im Zusammenhang mit dem Schutz der Regenwälder: Gibt es angesichts boomender Palmölindustrie, anhaltender Nachfrage nach tropischen Hölzern und gescheiterten Waldschutzmodellen noch eine Zukunft für den Regenwald? Wie könnte diese aussehen? Dabei stehen regional zwei der größten verbleibenden Regenwaldgebiete im Fokus: die Regenwälder des Amazonas und die Regenwälder Borneos.


Wann? 03.November 2017 : 16:30 bis 18:30 Uhr
Wo? Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln, Dozentencafe


Wir freuen uns auf Ihr Kommen und eine spannende Diskussion

Amazonía viva, humanidad segura

An dem heutigen 22. September 2017 erklären wir unsere Solidarität mit den indigenen Gemeinschaften und Organisationen Amazoniens, die sich auf für den Erhalt ihrer Territorien einsetzen und gegen die Verseuchung und Zerstörung, aber auch die Fremdbestimmung über ihr Land und ihre Wälder Widerstand leisten müssen.

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