Einladung zum Workshop: "Indigene Sprachen, Wissen und Rechte im Kontext des Klimaschutz, der Wiederherstellung von Landschaften und nachhaltiger Entwicklung"

19. Juni 2019, 14:15Uhr - 18:15Uhr

Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn

INFOE gemeinsam mit dem Global Landscape Forum laden zum Workshop zwischen der ersten Sitzung der Facilitative Working Group der 'Local Communities and Indigenous Peoples' Plattform (LCIPP) im Rahmen des UNFCCC Prozesses und dem Event des Global Landscape Forums in Bonn ein. Gemeinsam mit indigenen Vertreter*innen, Wissenschaftler*innen und Student*innen beschäftigen wir uns indigenen Sprachen, Wissen und damit verbundenen Rechten im Zusammenhang mit dem Klimaschutz, der Wiederherstellung von Landschaften sowie nachhaltiger Entwicklung und der Erreichung der SDGs.

Anbei finden Sie das Programm für den englischsprachigen Workshop.

Um Anmeldung wird bis 17. Juni 2019 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.

Ausschreibung von Honorartätigkeiten: Erarbeitung von Fallbeispielen für SDG Fibel zum Beitrag indigener Gemeinschaften zu nachhaltiger Entwicklung

Im Rahmen des aktuellen Projekts zu 'Indigenen Völkern und nachhaltiger Entwicklung' wird eine SDG FIBEL mit lokalen Geschichten bzw. Initiativen und Strategien indigener Gemeinschaften zur Erreichung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele erstellt. Der Fokus liegt auf indigenen Erfahrungen, Initiativen und Beiträge, die eine der jeweiligen kulturellen Identität entspringende lokale nachhaltige Praxis und resiliente Strategie repräsentieren.

Volltext der Ausschreibung

Indigene Völker: FPIC und das Recht auf Selbstbestimmung: Bericht von einem Workshop in Genf

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FPIC steht für „Free, Prior and Informed Consent“ - „Freie vorherige und informierte Zustimmung“. Ausgehend vom Recht auf Selbstbestimmung dürfen Aktivitäten wie Bergbau oder Ölförderung, wenn sie Indigene betreffen, nicht ohne deren freie, vorherige und informierte Zustimmung durchgeführt werden. Die Betroffenen müssen alle für ihre Entscheidung relevanten Informationen erhalten und müssen in ihrer Wahl frei sein. Diese Zustimmung soll so erfolgen, dass sie mit dem Gewohnheitsrecht der Indigenen Völker in Einklang ist. In manchen Ländern ist FPIC seit Jahren gesetzlich verankert, so im Bergbaugesetz der Philippinen. Allerdings hat das, was im Gesetzestext und in der von Konzernen ausgeübten Praxis übrigbleibt, wenig mit dem Geist von FPIC zu tun, sondern es geht meist nur noch darum, mit verschiedensten Mitteln Unterschriften von Stammesvertretern zu bekommen, um den formalen Anforderungen Genüge zu tun. Wie also die Wirklichkeit aussieht und wie sie aussehen sollte, dem geht INFOE gemeinsam mit dem Forest Peoples Program und der Middlesex University in einem von der GIZ geförderten Projekt nach, in dessen Rahmen Ureinwohner*innen aus Peru, Kolumbien, den Philippinen und Malaysia in Genf zusammenkamen.

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Workshop in Bonn fördert den interdisziplinären Austausch zum Thema ‚Klimawandel und indigene Völker: Risiken, Auswirkungen und Resilienz

Am 26. September 2018 fand in den Räumen des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn ein in Kooperation zwischen INFOE und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) organisierter Workshop zum Thema: Klimawandel und indigene Völker: Risiken, Auswirkungen und Resilienz statt. Inhaltlich koordiniert zwischen INFOE und dem DIE und in Zusammenarbeit mit dem ZEF und INRES, beschäftigte sich der Workshop mit den lokalen Erfahrungen und regionalen Strategien indigener und lokaler Gemeinschaften  im Umgang mit den Auswirkungen und den Risiken des Klimawandels.  Im Zusammenhang mit der Einrichtung der Plattform für lokale Gemeinschaften und indigene Völker (LCIPP) im Rahmen des Pariser Abkommens und dem kürzlich erfolgten Treffen des ‚Internationalen Warschau Mechanismus für Verlust und Schaden‘ der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) wurde die Frage diskutiert, wie lokales und traditionelles Wissen zur Steigerung der Resilienz von lokalen und indigenen Gemeinschaften beitragen kann und welche Rolle die Wissenschaft sowie die Entwicklungszusammenarbeit für die Förderung und Berücksichtigung dieses Wissens und der Anpassungs- und Schutzstrategien spielen kann und sollte. 

An dem Workshop nahmen insgesamt 20 Personen teil, darunter Vertreter*innen indigener Völker von den Philippinen, Forscher*innen aus Venezuela, Alaska und Maine, Vertreter*innen der Deutschen Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit (GIZ), deutscher NGOs und Forschungseinrichtungen wie DIE, ZEF, INRES sowie Mitarbeiter*innen des UNFCCC-Sekretariats und Student*innen aus Ghana, Indien und von der Universität Bonn. 

Die Vielfalt der Teilnehmer*innen, ihre Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven spiegelten sich in den Vorträgen und Diskussionen wider und sorgten für einen intensiven Austausch über die Herausforderungen vor Ort sowie bestehende lokale Lösungen.

Erfahren Sie mehr über den Inhalt des Workshops im ausführlichen englischen Bericht sowie auf unserem Blog.

Indigenes Wissen für Waldschutz und Klimawandel

Ein zusammenfassender Bericht über die Ergebnisse einer Podiumsdiskussion von INFOE am Rande der UN-Klimakonferenz (SBSTA) im Mai 2018 in Bonn. Thema der Veranstaltung war der Fortschritt der Plattform für „Lokale Gemeinschaften und indigene Völker“ und die Frage: Wie kann eine effektive Teilhabe Indigener und die Integration von indigenem Wissen und Nutzungspraktiken für Wald- und Klimaschutzmaßnahmen gestärkt werden?

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Warum über indigenes Wissen bloggen?

 

Das Wissen indigener Gemeinschaften wird oft belächelt, bewusst nicht beachtet oder aus weißer Perspektiver romantisierend und verzerrt dargestellt. Wir möchte versuchen einen anderen Weg zu beschreiten: Vertreter*innen der indigenen Bevölkerung sollen direkt, mit ihrer Perspektive, zu Wort kommen. Wir wollen berichten über ihre Kämpfe für Menschenrechte und Selbstbestimmung in der heutigen Zeit und über die Anwendung ihres wertvollen Wissens für Wald- und Klimaschutz. Dafür haben wir unter indigeneswissenundklima.blog einen Blog eingerichtet. Mit dem Ziel ein Bildungsangebot über indigenes Wissen zu schaffen und die deutsche Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Außerdem sollen über aktuelle Ereignisse berichtet werden wie beispielsweise die Schaffung der indigenen Plattform „Local Communities and Indigenous Peoples Knowledge Plattform“ im Rahmen der UN-Klima-Rahmenkonvention.

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