Erneuerbare Energien und Indigene Völker – ein Beispiel von Haida Gwaii

Laut einem Bericht der Weltbank und anderer Organisationen zufolge haben derzeit etwa 800 Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu Elektrizität. 84% dieser Menschen leben in ländlichen Gebieten.[1] Um das nachhaltige Entwicklungsziel 7 (SDG 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern) zu erreichen, müssen die Länder ihre Anstrengungen verstärken und sowohl den Energieverbrauch weiter reduzieren als auch den Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromversorgung erhöhen. SDG7 ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral und nachdrücklich verbunden mit anderen SDGs wie der Beendigung von Armut (SDG1) und Hunger (SDG2), mit wirtschaftlicher Entwicklung und der Schaffung von Arbeitsplätzen (SDG8), der Stärkung von Frauen (SDG5) und nicht zuletzt mit dem Klimaschutz (SDG13).[2]

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SDG 12: Weniger ist mehr

Der Wald der Menominee und ihr Modell von nachhaltiger Entwicklung

von Jasmine Neosh, Studentin am College of Menominee Nation

Vor langer Zeit und über viele Jahrhunderte hinweg, haben die Menschen, die heute als die Menominee bekannt sind, ein Heimatland von 10 Millionen Acres bewohnt, das den Nordosten von Wisconsin und die obere Halbinsel von Michigan umfasst. Seitdem ist die riesige Heimat der Menominee auf 235.000 Acres (etwa 95.000 Hektar) geschrumpft, von denen 93% dicht bewaldet sind. Der Menominee-Wald ist so reich an Pflanzen, dass seine Grenzen auf Satellitenbildern leicht erkennbar sind, dennoch hat die Ernte der Waldprodukte und ihre Verarbeitung in der Stammesmühle das wirtschaftliche Leben des Stammes seit dem Kontakt gestützt.

Weiterlesen (INFOE-Blog "Indigenes Wissen und Klima")

Einladung zum Workshop: "Indigene Sprachen, Wissen und Rechte im Kontext des Klimaschutz, der Wiederherstellung von Landschaften und nachhaltiger Entwicklung"

19. Juni 2019, 14:15Uhr - 18:15Uhr

Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn

INFOE gemeinsam mit dem Global Landscape Forum laden zum Workshop zwischen der ersten Sitzung der Facilitative Working Group der 'Local Communities and Indigenous Peoples' Plattform (LCIPP) im Rahmen des UNFCCC Prozesses und dem Event des Global Landscape Forums in Bonn ein. Gemeinsam mit indigenen Vertreter*innen, Wissenschaftler*innen und Student*innen beschäftigen wir uns indigenen Sprachen, Wissen und damit verbundenen Rechten im Zusammenhang mit dem Klimaschutz, der Wiederherstellung von Landschaften sowie nachhaltiger Entwicklung und der Erreichung der SDGs.

Anbei finden Sie das Programm für den englischsprachigen Workshop.

Um Anmeldung wird bis 17. Juni 2019 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.

Ausschreibung von Honorartätigkeiten: Erarbeitung von Fallbeispielen für SDG Fibel zum Beitrag indigener Gemeinschaften zu nachhaltiger Entwicklung

Im Rahmen des aktuellen Projekts zu 'Indigenen Völkern und nachhaltiger Entwicklung' wird eine SDG FIBEL mit lokalen Geschichten bzw. Initiativen und Strategien indigener Gemeinschaften zur Erreichung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele erstellt. Der Fokus liegt auf indigenen Erfahrungen, Initiativen und Beiträge, die eine der jeweiligen kulturellen Identität entspringende lokale nachhaltige Praxis und resiliente Strategie repräsentieren.

Volltext der Ausschreibung

Unterrichtsanregungen zu den SDGs und der Rolle indigener Völker

Im Rahmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit von INFOE zu den Zusammenhängen zwischen indigenen Völkern, nachhaltiger Entwicklung und den globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) sind in 2018 neue Materialien entstanden. Der Schwerpunkt des Projekts in 2018 lag darauf, einzelne SDGs und bzw. ihre Themen mehr in den schulischen, universitären und wissenschaftlichen Bereich einzubringen. Über einen Perspektivenwechsel und Einblick in Leben, Rolle und Wissen indigener Menschen im Zusammenhang mit dem jeweiligen SDG-Thema und die Verknüpfung mit dem Leben und Handeln von Menschen hier in Deutschland, wurden und werden die Themen den Zielgruppen nähergebracht. Dazu wurden aufbauend auf den von INFOE erarbeiteten Fact Sheets und Arbeitshilfen Unterrichtsanregungen für die Sekundarstufe I zu den SDGs 2, 4 und 15 entworfen. In der weiteren Bildungsarbeit zu diesen Zusammenhängen werden Unterrichtsanregungen zu weiteren SDGs sowie Handreichungen entstehen. Die Unterrichtsanregungen stellen Entwürfe dar, die kontinuierlich weiterentwickelt werden. Anfragen für Kopien der Unterrichtsanregungen, für Arbeitsblätter und Vorlagen sowie Anregungen und Kommentare zu den Materialien nehmen wir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerne entgegen. Unterrichtsanregungen:

Mit und über SDG2 von indigenen Völkern lernen

Mit und über SDG4 von indigenen Völkern lernen

Mit und über SDG15 von indigenen Völkern lernen

Erkenntnisse und Empfehlungen des Projekts "Indigene und SDGs"

Zum Abschluss der aktuellen Projektphase des Projekts zum Beitrag indigener Völker zur Umsetzung der SDGs und zum Wald- und Klimaschutz wurden die Ergebnisse und wesentlichen Erkenntnisse aus den Projektaktivitäten in einem Dokument zusammengestellt. Entsprechend des positiven Ansatzes des Projekts, indigene Völker als wichtige Akteure zu zeigen und nicht als Opfer, werden Empfehlungen formuliert hinsichtlich der Frage wie die Nachhaltigkeit von Maßnahmen zum Wald-, Klima- und Landschutz durch eine menschenrechtsbasierte Zusammenarbeit mit indigenen Völkern, Gemeinschaften oder Organisationen und eine entsprechende Herangehensweise an ihren Beitrag gefördert und gesichert werden kann. Das

Dokument kann hier heruntergeladen werden.

Pre-Conference Workshop-Bericht

07112017 workshopEin Pre-Conference Workshop, der in Kooperation mit dem Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität am 9. und 10. Oktober 2017 in Berlin stattfand, beschäftigte sich mit dem Thema Discovering and promoting cultures of resilience through indigenous and local knowledge, practices and research. Die deutschen und internationalen Expert*innen, insbesondere zu den traditionellen Wirtschaftsweisen des Wanderfeldbau und des Pastoralismus, diskutierten die Bedeutung traditioneller Landnutzungspraktiken für den Klimaschutz, die Klimaanpassung und die Erreichung bestimmter SDGs. Sie erörterten insbesondere die Frage, wie die Wissenschaft diesen Beitrag unterstützen und fördern kann. Als Output der fruchtbaren interdisziplinären Diskussionen wurde ein gemeinsames Briefing Paper zum Beitrag traditioneller Lebensweisen zum Klimaschutz und der Klimaanpassung erarbeitet.

Das Briefing Paper des Workshops erhalten Sie mit einem Klick auf die Vorschau rechts.